VfL Eintracht feiert gegen Soest höchsten Saisonsieg

Mit  großer Treffsicherheit und elf Toren führte Kapitän Jens Reinarz den VfL Eintracht Hagen gegen Soest zum höchsten Saisonsieg.
Mit großer Treffsicherheit und elf Toren führte Kapitän Jens Reinarz den VfL Eintracht Hagen gegen Soest zum höchsten Saisonsieg.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Wenn es immer so leicht wäre: „Wir wollten gut starten, das hat die Mannschaft heute umgesetzt“, so kommentierte Lars Hepp, Trainer des Handball-Drittligisten VfL Eintracht Hagen, den höchsten Saisonsieg. Beim 40:25 (19:11)-Erfolg vor 500 Zuschauern in der Enervie Arena waren die abstiegsbedrohten Gäste vom Soester TV absolut chancenlos. Bereits nach 21 Minuten gab es bei einer 15:6-Führung der Grüngelben keinen Zweifel am Spielausgang mehr.

„Wir haben zu ängstlich begonnen, in der Anfangsphase zu viel Respekt gezeigt“, so erklärte STV-Trainer Dirk Lohse den Fehlstart seiner Mannschaft. „Später haben wir es dann etwas besser gemacht.“ Da ging es aber nur noch um Schadensbegrenzung.

Bis zur 38. Minute konnte der Tabellenvorletzte, der im Vorfeld der Partie drei Ausfälle verkraften musste, den Rückstand wenigstens noch im einstelligen Bereich halten. Beim 24:14 durch Julian Renninger führten die Eintrachtler erstmals seit einem 17:7-Zwischenstand wieder mit zehn Toren. Um den Vorsprung danach weiter auszubauen (30:16, 34:19).

Da sich die Frage nach dem Sieger längst nicht mehr stellte, sorgten die Hepp-Schützlinge auf andere Art und Weise für Unterhaltung. Torwart-Routinier Almantas Savonis schickte seine Vorderleute wie schon am letzten Samstag gegen Gladbeck mit gefühlvollen langen Bällen auf die Reise. Diesmal war Jens Reinarz der dankbarste Abnehmer. „Das Umschaltspiel klappt insgesamt ganz gut“, urteilte der VfL-Kapitän, „daran haben wir gearbeitet.“ Dass er selber deutlich treffsicherer war als beim 31:22-Sieg gegen Gladbeck, beispielsweise alle fünf Siebenmeter verwandelte, trug auch zum nie gefährdeten Erfolg bei.

Zu den Höhepunkten des Abends gehörte der Treffer zum 37:22. Simon Ciupinski sah, dass STV-Schlussmann Markus Jostes weit vor seinem Kasten stand und traf von der Mittellinie aus. Und dass sich Spieler wie Thomas Rink, Philipp Hinkelmann oder der selten im Drittliga-Team aufgebotene Philipp Schmitz im zweiten Durchgang nahtlos einfügten, darüber durften sich die VfL-Fans ebenfalls freuen.

„Wir haben heute von Anfang an Druck gemacht“, stimmte Rechtsaußen Marius Kraus am Ende mit Trainer Hepp überein. „Und dann können wir gegen solch einen Gegner auch mal so hoch gewinnen.“

VfL Eintracht: Savonis, ab 31. Conzen; Schmitz (1), Hinkelmann (2), Pütz (4), Krause (4), Rink (4), Renninger (3), Reinarz (11/5), Kraus (5), van Walsem, Sonnenberg (3), Ciupinski (3). - Tore Soester TV: Torben Foss-Fels (8/4), Lukas Flor (4), Finn Voll-Fels (3), Dominik Flor (3), Luther (2), Bekel (2), Eckervogt (2), Rückert (1).