VfL Eintracht erfüllt Job mit Licht und Schatten

Peer Pütz, hier mit einem Heber über Mindens Torwart Moritz Krieter, war mit acht Treffern der erfolgreichste Schütze seiner Mannschaft. Gegen die Reserve von GWD Minden siegten die Eintrachtler mit 29:28.Foto:Michael Kleinrensing
Peer Pütz, hier mit einem Heber über Mindens Torwart Moritz Krieter, war mit acht Treffern der erfolgreichste Schütze seiner Mannschaft. Gegen die Reserve von GWD Minden siegten die Eintrachtler mit 29:28.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Fast wären die Drittliga-Handballer vom VfL Eintracht Hagen am Samstagabend bei ihrem Heimspiel-Marathon - bereits zum dritten Mal im April genossen sie in der Enervie Arena vor rund 300 Zuschauern Heimrecht - gestolpert. Doch die Grüngelben konnten sich im letzten Moment noch abfangen und besiegten die Reserve von GWD Minden mit 29:28 (16:15). „Wir haben unseren Job erfüllt, mit Licht und Schatten“, war Eintracht-Trainer Lars Hepp zwar nicht restlos überzeugt vom Auftritt seiner Mannen, über die beiden Punkte konnte er sich dennoch freuen.

Einen großen Anteil am Sieg hatte wieder einmal VfL-Torwart Almantis Savonis, der in einer spannenden Schlussphase unter anderem einen Siebenmeter parierte. Bereits zuvor hatte er zwei Strafwürfe der Gäste unschädlich gemacht.

Aber von vorne. Gegen Mindens Rückraumspieler Christopher Kunisch, zuletzt Topwerfer seiner Mannschaft, verteidigten die Gastgeber zu Beginn Mann gegen Mann. Und offensiv ließ Hepp Matthias Aschenbroich auf Rechtsaußen beginnen, Marius Kraus saß zunächst auf der Bank. Bis zur elften Minute (8:3) sah es auch so aus, als würden die Schachzüge von Eintrachts Übungsleiter problemlos aufgehen

Doch der Schein trog. Aus der ersten Überzahlsituation konnten die Gastgeber kein Profit ziehen, sie ließen sogar einen Gegentreffer zu. Im Angriff häuften sich nun die technischen Fehler, und auch die guten Anspiele zum Kreis wurden mit der Zeit weniger. Dort war Julian Renninger in der Anfangsphase immer wieder frei zum Wurf gekommen, auch bedingt durch die offensive Abwehrausrichtung der Gäste. Doch die Mindener kämpften sich auf 8:10 (18. Minute) und 10:12 (23.) heran, mit der Pausensirene waren sie nur noch einen Treffer zurück.

Nach dem Seitenwechsel sah es gleich zwei Mal so aus, als würden die Eintrachtler ihrer Favoritenrolle nun endgültig gerecht. Doch weder eine Dreitore-Führung (19:16, 34.) noch ein Viertore-Vorsprung (24:20, 45.) brachten die nötige Sicherheit. Dabei war der 24. VfL-Treffer einer der schönsten des Abends. Ein langer Pass von Almantis Savonis schien im ersten Moment für Marius Kraus zu lang, doch der flinke Rechtsaußen machte sich ganz lang, konnte den Ball noch abfangen und im Fallen am Gästetorwart vorbei ins Tor werfen.

Neun Minuten später war von dem komfortabelen Vorsprung nur noch ein Tor (26:25) übrig geblieben. Doch die Hagener konnten sich ja auf ihren Torwart-Routinier verlassen. Rund anderthalb Minuten vor Ende hielt Savonis die 29:27-Führung fest, zu diesem Zeitpunkt hatten die Grüngelben nach einer Zweiminuten-Strafe einen Mann weniger auf dem Feld. Doch auch wenn Minden alles versuchte, den Torwart für einen siebten Feldspieler opferte, mehr als der Anschlusstreffer war nicht mehr drin.

Kleinigkeiten entscheiden

„Wir hatten Eintracht am Rande einer Niederlage, leider haben am Ende Kleinigkeiten gefehlt“, ärgerte sich Mindens Cheftrainer Markus Ernst. Da konnte Lars Hepp nicht widersprechen: „Wir waren heute sicherlich das glücklichere Team.“ Wie die mit 37:28 besiegte Reserve aus Lemgo und der mit 38:35 bezwungene Leichlinger TV vermochte auch der dritte Gast im Monat März in der Enervie Arena nichts zu holen.

VfL Eintracht Hagen: Savonis; Pütz (8/2), Schneider (5), Renninger (6), Aschenbroich (2), Reinarz (2), Kraus (3), van Walsem, Sonnenberg (3).

Haupttorschützen Minden II: Antonevitch (8), Hoest (7), Jungmann (5), Schneider (4).