VfL Eintracht besiegt Gladbeck am Ende standesgemäß

Die Leistung, die Johannes Krause und seine Eintracht-Kollegen gegen Gladbeck ablieferten, war nicht haarsträubend, auch wenn es im Getümmel ab und zu so aussah. Gladbecks Nummer 11 Thorben Mollenhauer war mit acht Treffern Top-Torschütze des Abends.Foto:Michael Kleinrensing
Die Leistung, die Johannes Krause und seine Eintracht-Kollegen gegen Gladbeck ablieferten, war nicht haarsträubend, auch wenn es im Getümmel ab und zu so aussah. Gladbecks Nummer 11 Thorben Mollenhauer war mit acht Treffern Top-Torschütze des Abends.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Eintracht-Trainer Lars Hepp klatscht auf der Bank seine Spieler ab, die kleine, aber lautstarke Gladbecker Fan-Kolonie trommelt auf dem Heuboden unverdrossen. Nur die durchdringende Sirene der Gästeanhänger ist inzwischen stumm. Im Handball-Drittliga-Spiel zwischen dem VfL Eintracht Hagen und dem VfL Gladbeck läuft die letzte Minute. Der gastgebende Tabellenzweite führt gegen den Elften mit zehn Toren. Am Ende werden es neun Treffer Differenz sein, weil Gladbecks Marius Leibner den Schlusspunkt setzt. 31:22 ist abschließend von der Anzeigetafel abzulesen. Zur Pause hatte ein 13:10 aufgeleuchtet.

Pflicht erfüllt, standesgemäß gewonnen. Auf die Folter gespannt wurden die knapp 450 Zuschauer im ersten von drei aufeinander folgenden Heimspielen nicht. Nur in den ersten 25 Minuten, als die Gäste zwischenzeitlich sogar führten (6:7, 7:8), lag eine Überraschung in der Luft.

Woran ein alter Bekannter nicht unmaßgeblich beteiligt war. Der frühere Eintracht-Keeper Andreas Tesch hielt, was zu halten war - darunter einen Siebenmeter von Jens Reinarz. Einen weiteren Strafwurf warf der Liga-Toptorschütze ans Torgebälk. Mit ein Grund dafür, dass das durch Krankheit und Verletzungen dezimierte Gästeteam zunächst mithalten konnte.

Aber auch die Hausherren waren geschwächt. Neben dem gesperrten Sebastian Schneider musste Coach Lars Hepp auch die beiden Halbrechten Lukas Tebbe (Schulterbeschwerden) und Matthias Aschenbroich (krank) ersetzen. Meist halfen die Rückraumkollegen Johannes Krause oder Simon Ciupinski auf der rechten Seite aus.

Stammtorwart Tobias Mahncke (Kreuzbandriss) wurde weniger vermisst. Weil der aus Korschenbroich geholte Routinier Almantas Savonis seine Klasse eindrucksvoll nachwies. Besonders nach der Pause schien der 45-jährige Litauer den Ball geradezu anzuziehen. Der 116-malige Nationalspieler stand immer da, wo die Gladbecker hinwarfen. Und seine langen Bälle, mit denen er besonders den schnellen Marius Kraus immer wieder auf die Reise schickte, waren eine Augenweide. „Als ob die schon zehn Jahre zusammenspielen“, staunte Jörg Brodowski, Leiter der Handball-Management GmbH, auf der Tribüne. „Die laufen einfach gut“, lobte Savonis seine immer wieder per Tempogegenstoß erfolgreichen Vorderleute.

Nach der Pause rückten die Eintrachtler die Kräfteverhältnisse zunehmend zurecht. Über 16:12 und 18:13 zogen die Hepp-Schützlinge auf 25:15 (44. Minute) davon und verwalteten den Vorsprung dann bis zum Schluss. „Wir hatten damit gerechnet, dass dem Gegner irgendwann die Luft ausgeht, wenn wir das Tempo hoch halten“, verriet Lars Hepp, der unter dem Strich zufrieden war: „Alle konnten spielen, die Mannschaft hat eine gute Deckungsleistung geboten.“ Am Freitag ist Soest nächster Heimgegner.

VfL Eintracht: Savonis, ab 47. Conzen; Pütz (2/1), Krause (5), Rink (1), Hinkelmann (1), Renninger (5), Reinarz (6), Kraus (7), van Walsem, Sonnenberg (1), Ciupinski (3).

Top-Torschützen Gladbeck: Mollenhauer (8), Krönung (6/1).