Vertrag über Enervie Arena wird nicht verlängert

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Hagen..  Heißt die Enervie Arena ab Mittwoch wieder Ischelandhalle? Diese Frage stellt sich, da der Fünfjahresvertrag von Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen über die Namensrechte der Hagener Vorzeige-Spielstätte mit dem in der tiefsten Krise seiner Geschichte steckenden Energieversorger am Dienstag ausläuft - und nach aktuellem Stand nicht verlängert wird. „Aus heutiger Sicht werden wir die Namensrechte der Arena nicht fortführen“, erklärte Enervie-Sprecher Uwe Reuter. Alle Sponsoringleistungen, so Reuter, die nicht bis Mai fest zugesagt worden sind, seien mit Blick auf die Liquidität des Unternehmens für dieses Jahr zurückgestellt worden. Nach dem Ausbau der Ischelandhalle mit Mitteln des Konjunktur-Pakets II im Jahr 2010 war diese in Enervie Arena umbenannt worden. Von den jährlich im Schnitt dafür zu zahlenden 100 000 Euro erhielten Phoenix 70 000 Euro, die Handballer des VfL Eintracht und für Breitensport der Stadtsportbund jeweils 15 000 Euro.

„Für uns ist das echt schwierig“, räumte Oliver Herkelmann, bis heute noch Geschäftsführer der Phoenix Hagen GmbH, ein, „aber das gilt auch für die Eintracht-Handballer oder den Kulturbereich. Für die gesamte Stadt kann das ein ordentlicher Schlag werden.“ Kurzfristig einen anderen Namensgeber zu finden, sei natürlich schwierig, ohne eine belastbare Aussage von Enervie habe man allenfalls mit zarten Kontaktversuchen anfangen können.

Bereits im Dezember, so der Phoenix-Geschäftsführer, habe man angefangen, mit Enervie über eine Verlängerung zu sprechen. „Der Markenname Enervie Arena ist ja mittlerweile gut angenommen“, ist Herkelmann überzeugt. Kosten würde für Enervie auch der Ausstieg aus dem Namens-Sponsoring verursachen. Denn die Installierung des Namens an der Außenfassade der Ischelandhalle ist sehr kostenintensiv gewesen, auch die Schilder überall im Stadtgebiet müssten ausgetauscht werden.