Vereine setzen verstärkt auf professionelles Training

Das Sommercamp der SG Demag ist immer gut besucht und soll weiterhin angeboten werden.
Das Sommercamp der SG Demag ist immer gut besucht und soll weiterhin angeboten werden.
Foto: WP
Die Übungsstunden bei der SG Demag in Wetter übernimmt künftig eine Tennisschule. Auch andere Vereine engagieren Profis.

Wetter..  Ehrenamtliche Trainer schwingen bei den meisten Tennisvereinen schon lange nicht mehr ihre Schläger. Die Clubs setzen auf Professionalität und engagieren hauptamtliche Übungsleiter oder holen gleich Tennisschulen auf ihre Anlage. Bei der TG Rot-Weiß Wetter-Wengern bietet die Schule von Sebastian Hausmann schon seit vier Jahren erfolgreich Training an. Die Tennisabteilung der SG Demag zieht nun nach.

„Wir wollen wieder neuen Schwung in unsere Abteilung bringen“, sagt der Vorsitzende Eric Hanssen. Schwung, den Tennislehrer Stefan Schneider mit seiner Tennisschule mitbringen soll. An fünf Standorten ist der Wittener bereits aktiv, bietet in Clubs mit einem Team von Tennislehrern Training und Unterricht an. Jetzt soll die Anlage am Obergraben dazu kommen.

Notwendig wurde das Engagement von Schneider auch, weil der zurzeit noch aktive Übungsleiter Dietmar Potthast kürzer treten will. Seit 35 Jahren steht er als Trainer auf dem Platz, hatte lange Zeit ein schlagkräftiges Team mit jungen Nachwuchskräften an seiner Seite. „Doch meine eigenen beruflichen Verpflichtungen und auch die der anderen haben so zugenommen, dass wir das Training nicht mehr leisten können“, sagt Potthast.

Stefan Schneider wird selbst nicht auf dem Platz stehen, doch er will vor allem zu Beginn der Zusammenarbeit häufig bei der SG Demag zu Gast sein. „Man muss erst lernen, wie ein Club funktioniert“, sagt der Profi. „Wir wollen nicht die externe Tennisschule sein, sondern etwas internes.“

Das Spiel untereinander soll gefördert werden

Angeboten werden neben dem Jugend- und Mannschaftstraining auch Privatstunden. Zudem will Schneider das Spiel untereinander fördern. Vor allem die Jugendlichen sollen neben dem wöchentlichen Training häufiger auf dem Platz stehen. „Es bringt viel, wenn man auch noch einmal in der Woche um Punkte spielt.“

Die TG Wetter-Wengern macht bereits seit vier Jahren positive Erfahrungen mit ihrer Tennisschule. „Wir haben damals gemerkt, dass wir als Verein die Kinder- und Jugendarbeit nicht alleine stemmen können“, erklärt der zweite Vorsitzende Dieter Seitz. Deswegen arbeitet der Verein mit Stefan Schneider zusammen, der mit seiner Schule die Anlage kostenfrei nutzen darf und Geld mit seinen Trainerstunden verdient. Beim Herdecker Tennisverein (HTV) ist zwar keine Tennisschule ansässig, dafür engagiert der Club aber einen Cheftrainer. Im vergangenen Jahr war dies Marc Wittemund. „Ohne einen professionellen Übungsleiter geht es nicht“, sagt Frank Kramer vom HTV. Das Training sei zu komplex, nur ein geschultes Auge sehe die Fehler eines Spielers.

Bei der SG Demag hoffen die Verantwortlichen nun, dass die Tennisschule von Stefan Schneider gut angenommen wird. Zur Saisoneröffnung am 18. April stellt er sich mit seinem Team vor. Bis dahin soll auch geklärt werden, ob und wie viel die Kosten für das Training steigen.

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