Veränderung nach 30 Minuten nötig

Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - RW Hünsborn
Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - RW Hünsborn
Foto: WP

Hohenlimburg.. Lange hat Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 den Trainerstab und die Zuschauer auf die Folter gespannt. Trotz Hilfe des Gegners RW Hünsborn – das 2:1 fiel bekanntlich per Eigentor – stehen unterm Strich drei Zähler und eine Verbesserung in der Tabelle. Die Zehner stehen wieder auf Rang vier, ein Punkt hinter dem Dritten SG Finnentrop/Bamenohl und zwei Zähler hinter dem Zweitplatzierten SSV Meschede.

Apropos Meschede – auch dort wurde die Partie per Eigentor entschieden. Die Truppe von Trainer Heiko Hofmann siegte mit 1:0 gegen BSV Menden, Unglücksrabe war Volkan Bodur.

Geduldsspiel

„Ich habe den Jungs vor der Partie gesagt, dass es ein Geduldsspiel wird“, so SV 1910-Coach Roman Reichel. Es war ein Nervenkrieg, der Siegtreffer fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. Danach hieß es noch einmal 60 Sekunden zittern, ehe der Hattinger Unparteiische Lars Bramkamp die Hohenlimburger erlöste.

Dabei sah es in der ersten halben Stunde nicht nach einem Heimsieg aus – im Gegenteil. Mehrmals zeichnete sich SV 1910-Torwart Nils Langwald aus, hielt die Platzherren im Spiel.

Allerdings überraschte Trainer Roman Reichel auch etwas mit seiner Aufstellung. Saffet Davulcu spielte zu Beginn links in der Viererkette, Phillip Winkler und Kai Forin nahmen auf der Bank Platz. Eine Konsequenz der Defensivleistung aus dem Olpe-Spiel?

„Andere Spieler trainieren auch hart“, so Reichel zu seiner Anfangsformation. „Natürlich tut es mir leid, dass ich nach einer halben Stunde schon zweimal gewechselt habe. Aber ich musste etwas verändern.“ Und damit lag er vollkommen richtig.

Nach den Wechseln übernahm Winkler seine Position als linker Verteidiger und Saffet Davulcu ging mit nach vorne – dort, wo der „Unruheherd“ auch hingehört. Auch Kai Forin sorgte für die nötige Stabilität. Die Hünsborner Offensivszenen minimierten sich schlagartig. Bis dato waren sie über zwei Stationen stets kontergefährlich, das wurde jetzt von den Zehnern unterbunden.

Nach der Führung von David Kerefidis und dem schnellen Ausgleich von Sebastian Braas zeigten die Hohenlimburger das, was sie bisher ausgezeichnet hat. Die körperliche Fitness, ein Spiel bis weit in die Nachspielzeit temporeich zu gestalten. Der Ehrgeiz und die Leidenschaft, in jedem Spiel drei Punkte erobern zu wollen. Und auch das nötige Glück, was die Zehner Sekunden vor dem Ende zweifellos hatten, muss man sich auch erarbeiten.

Jetzt heißt es für die Reichel-Elf, den positiven Trend zu bestätigen. Am kommenden Sonntag geht es zum VfL Bad Berleburg. Dessen „Fieberkurve“ geht seit dem fünften Spieltag stetig nach unten. Zeitweise rangierten die Berleburger sogar auf dem zweiten Tabellenplatz, jetzt stehen sie auf Platz zehn. Mit 26 Zählern auf der Habenseite brauchen sie sich aber keine Sorgen zu machen, noch in den Tabellenkeller zu rutschen.

Ohne Davulcu und Forin

Bei den Zehnern fallen neben dem nach wie vor gesperrten Mercan Türkyilmaz auch Kai Forin und Saffet Davulcu mit der fünften gelben Karte aus.