Über Kanada will deutsches Team in die Medaillenränge

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Gwangju/Hagen..  Am Tag nach dem höchsten Sieg war Zeit für andere Sportarten an frischer Luft. Niklas Geske ging mit Teamkollegen der deutschen A2-Nationalmannschaft nach dem Training ins Stadion, um sich die Wettkämpfe der Leichtathleten anzusehen. Am Samstag greift der Aufbauspieler von Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen bei der Universiade in Südkorea wieder selbst ein in den Kampf um Medaillen. Gegen Kanada geht es im Gwangju University Gymnasium um den Einzug ins Halbfinale (5 Uhr MESZ, Livestream unter www.livefisu.tv/home/locale/en-GB).

Vier Spiele, vier fast durchweg glatte Siege: Die deutschen A2-Herren von Trainer Henrik Rödl haben sich als klarer Gruppensieger bei den Studenten-Weltspielen in Gwangju in die Rolle eines klaren Medaillenanwärters gespielt. „Das war so souverän wie erhofft“, sagte Universiade-Debütant Geske, der sich auf der Spielmacher-Position mit Teamkapitän Konstantin Klein (Frankfurt) abwechselt, nach dem lockeren 99:37-Sieg zum Vorrunden-Abschluss gegen Mosambik. Gegen ein starkes kanadisches Team im Viertelfinale dürfte es nun ungleich schwerer werden. „Das ist schon ein anderes Kaliber als in der Vorrunde“, weiß Geske: „aber Kanada ist sicherlich auch ein Gegner, den man schlagen kann.“

Zumal die Kanadier in ihrer Vorrundengruppe mit 61:67 gegen das von den Deutschen in der Vorbereitung zweimal bezwungene Team von Russland verloren. Den Russen würde das Rödl-Team im Siegfall in Gwangju bis zum Endspiel aus dem Weg gehen, auch den USA und Litauen. Bezwingt man heute Kanada, wäre der Sieger des Duells Frankreich - Brasilien am Sonntag in der Vorschlussrunde Gegner (8 Uhr MESZ). „Ab dem Halbfinale ist natürlich alles drin“, hofft Geske, „auch wenn es mehr als schwer ist.“

Für den 21-Jährigen ist die Universiade auch abseits des Basketball-Parketts ein Erlebnis. „Die Eröffnungsfeier war der Wahnsinn“, sagt er, „ein unfassbares Gefühl, in das komplett gefüllte Stadion einzulaufen. Und auch die ganze Show drumherum war atemberaubend.“ Im Athletendorf findet er es spannend, sich mit den Sportlern anderer Disziplinen über deren Bedingungen zu unterhalten. Wie das Essen seien auch die kleinen Zimmer indes gewöhnungsbedürftig: „Alles in den Gebäuden ist noch abgeklebt, weil nach uns die richtigen Mieter einziehen.“

Neben Spielen und Training bestand für die Basketballer auch schon die Gelegenheit, sich andere Wettkämpfe anzusehen. Beim Judo und Volleyball waren Geske und seine Teamkollegen, vor allem aber bei der Gold-Kür von Fabian Hambüchen am Reck. Dem Turn-Ass als Fahnenträger sind Deutschlands Korbjäger vor Wochenfrist bei der Eröffnungsfeier gefolgt. Um ihm auch in der Halle nachzueifern, fehlen noch drei Siege. Montag findet das Endspiel statt.