TuS Wengern klagt über Zuschauerschwund

Szene vom Jugendturnier in der Halle Oberwengern, in der auch das Turnier des TuS Wengern stattfindet.
Szene vom Jugendturnier in der Halle Oberwengern, in der auch das Turnier des TuS Wengern stattfindet.
Foto: Valentin Dornis
Was wir bereits wissen
Immer weniger Menschen kommen zum Hallenturnier des Vereins. Trotzdem will dieser an der Veranstaltung festhalten.

Oberwengern..  Aus sportlicher Sicht kann der TuS Wengern mit seinem Qualifikationsturnier für das Hallenmasters 2015 zufrieden sein. Die erste Mannschaft verlor am Wochenende erst im Finale mit 0:2 gegen den FC Wetter. Für den Tabellenletzten der Bezirksliga war dies ein kleiner Erfolg, denn vor allem das Auftreten der Mannschaft passte. „Wir haben zusammengehalten, die Spieler haben gebissen“, sagt der Geschäftsführer der Wengeraner Fußballabteilung, Detlef Kirsch.

Vor 15 Jahren war die Halle noch voll

Von mehr Positivem kann Kirsch allerdings nicht berichten, denn der Verein war vor allem mit der Zuschauerzahl in der Halle Oberwengern unzufrieden. „Es wird von Jahr zu Jahr weniger“, erklärt Kirsch: „Insgesamt waren diesmal höchstens 150 Leute da.“ Dies sei vor 15 Jahre noch anders gewesen. „Damals war die Halle voll“, so Kirsch: „Doch jetzt werden überall in der Umgebung Turniere veranstaltet.“ Außerdem habe das Interesse an den Hallenveranstaltungen grundsätzlich nachgelassen. „Genaue Gründe fallen mir hierfür aber nicht ein“, sagt der TuS-Geschäftsführer.

Trotzdem will der Verein das Hallenturnier weiter ausrichten. Denn noch werden die Kosten durch die Einnahmen gedeckt. „Wir machen sogar einen minimalen Gewinn“, so Kirsch. Außerdem befürchten die Verantwortlichen, ihre Hallenzeiten zu verlieren, sollten sie für ein paar Jahre mit dem Turnier aussetzen. Kirsch: „Die Basketballer und Tischtennisspieler wollen die Räumlichkeiten gerne nutzen.“

Auch der Co-Trainer des FC Wetter, Fatih Esbe, hat mit mehr Zuschauern gerechnet: „Ich war wirklich erschrocken, als ich die leere Halle gesehen habe.“ Seine Mannschaft gewann zwar das Turnier, trotzdem zeigt sich Esbe selbstkritisch: „Der Fußball von früher hat einfach mehr Menschen in die Halle gelockt.“ Erst im Halbfinale und im Finale habe der FC, laut Esbe, guten Fußball gezeigt: „Für diese Spiele hätte es sich dann aber gelohnt, in die Halle zu kommen.“

Am kommenden Wochenende kann Esbes Mannschaft den positiven Eindruck aus den Entscheidungsspielen bestätigen. Dann veranstaltet sein Verein den „Adigo Sport Cup“. „Auch dieses Turnier soll natürlich Spaß machen“, erklärt Esbe: „Aber trotzdem sollen alle Spieler immer mit dem nötigen Ernst an solch eine Veranstaltung herangehen.“

Auch der TuS Esborn tritt beim Pokal des FC Wetter an. Dann kann die Mannschaft um Trainer Jörg Amthor vielleicht Revanche für die knappe Halbfinal-Niederlage bei dem Turnier des TuS Wengern nehmen. „Wir haben unverdient verloren, denn wir haben mit 2:0 geführt und dann gute Chancen vergeben“, erklärt Amthor. Am Ende verlor seine Mannschaft mit 2:3 und der FC Wetter zog ins Halbfinale ein. „Für mich war das das beste Turnierspiel, denn wir und auch der FC Wetter haben sehr gut gespielt“, so Amthor.

Dritter Platz an Hohemlimburg

Auf das Spiel um den dritten Platz verzichteten der TuS Esborn und die TSK Hohenlimburg anschließend. „Wir haben direkt ein Neunmeterschießen gemacht, das wir dann verloren haben“, erklärt Esborns Trainer, der trotzdem mit der Leistung seine Mannschaft „sehr zufrieden war.“

Der TuS Esborn qualifizierte sich trotz der Halbfinal-Niederlage gemeinsam mit Hohenlimburg für das Hallenmasters, da der TuS Wengern und der FC Wetter als überkreisliche spielende Team automatisch auf der Teilnehmerliste stehen. „Wenn sich bis dahin kein Spieler verletzt, freue mich über die Qualifikation“, erklärt Amthor.