TuS Wengern bringt Neurologie-Sport an den Start

Neurologiesport beim TuS Wengern mit Britta Hagedorn und Johanna Jäckel (v.l.)
Neurologiesport beim TuS Wengern mit Britta Hagedorn und Johanna Jäckel (v.l.)
Foto: Marian Laske
Mit Johanna Jäckel hat der TuS Wengern eine Übungsleiterin für Neurologie-Sport gefunden. Eine entsprechende Übungsstunde ist ab Mai im Angebot.

Wengern..  Rehasport liegt im Trend. In vielen Vereinen in Wetter und Herdecke kann man nicht mehr nur Fußball, Handball oder Volleyball spielen, sondern auch Gesundheitskurse besuchen, die sogar von der Krankenkasse bezahlt werden. Der TuS Wengern erweitert auf diesem Gebiet nun sein Angebot und bietet ab Mai eine bislang noch seltene Übungsstunde an: Neurologie-Sport.

„Zu uns können alle Menschen kommen, deren Nervensystem erkrankt ist“, erklärt Johanna Jäckel, die die neue Gruppe leiten wird: „Wir werden viele Gleichgewichtsübungen machen, zum Beispiel über Bretter balancieren und dabei einen Ball fangen.“ Ziel sei es, die Zusammenarbeit zwischen Kopf und Körper zu fördern. „Natürlich werde ich auf jeden Teilnehmer individuell eingehen“, so die Wetteranerin.

Johanna Jäckel arbeitet als Physiotherapeutin. Als sie beim Sportkarussell den Vorsitzenden des TuS Wengern, Helge Heisters, kennenlernt, entsteht die Idee, den neuen Kurs anzubieten. „Als Verein muss man sich heutzutage breiter aufstellen und das Angebot erweitern“, erläutert Heisters.

Und der Rehasport ist beim TuS Wengern bislang eine große Erfolgsgeschichte. Seit 2011 leitet Britta Hagedorn die Gesundheitsgruppe – momentan bietet sie drei Übungsstunden an. „Dies sind orthopädische Kurse“, so Hagedorn. Zu ihr kommen Teilnehmer, die zum Beispiel an Wirbelsäulen-, Schulter- oder Gelenkbeschwerden leiden. „Wir helfen ihnen dann dabei, wieder gesund zu werden“, erklärt die Gruppenleiterin. Dazu lernen die Gesundheitssportler funktionelle Gymnastik und Entspannungstechnik, bauen ihre Muskeln auf und machen Bewegungsspiele.

Steigende Mitgliederzahlen

Die Krankenkasse übernimmt in der Regel rund 50 Einheiten in einem Zeitraum von 18 Monaten. So lange müssen die Teilnehmer auch nicht Mitglied im Verein werden. „Anschließend haben sie aber das Recht darauf, das Gesundheitsangebot weiterhin zu nutzen. Dazu müssen sie dann aber in den Verein eintreten“, erklärt Helge Heisters. Steigende Mitgliederzahlen freuen natürlich auch den TuS, doch so langsam kommen die Wengeraner an ihre Grenzen. „Viele meiner Kursteilnehmer fühlen sich wohl und wollen gerne länger als 18 Monate bleiben. Nur kann ich dann keine neuen Sportler mehr aufnehmen“, erklärt Britta Hagedorn.

Der neue Kurs von Johanna Jäckel soll die Lage nun etwas entspannen – die Verantwortung wird so auf zwei Schultern verteilt. Im Vordergrund steht aber die Gesundheit der Sportler. Jäckel: „Wir wollen ihnen den Alltag wieder erleichtern.“

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