TuS Volmetal würde gern früh feiern

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Langsam steigt die Spannung in der Handball-Oberliga. Noch sind Meisterschaft und Abstieg nicht entschieden. Mitten im Geschäft sind mit dem TuS Volmetal und der Reserve des VfL Eintracht Hagen aber gleich zwei heimische Teams, die jetzt fünf Matchbälle haben. Aus eigener Kraft können beide Teams am fünftletzten Spieltag weder Meisterschaft noch Klassenerhalt perfekt machen. Doch bei eigenem Heimsieg gegen den direkten Konkurrent TSG A-H Bielefeld stehen die Chancen für die Schützlinge von Volmetals Trainer Stefan Neff nicht schlecht, schon am Samstag den Titelgewinn feiern zu können.

Das Spitzenspiel steigt am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Volme, wo der Spitzenreiter auf den direkten Verfolger aus Bielefeld trifft. Die Ostwestfalen haben aber schon sieben Punkte Rückstand und das Hinspiel gegen Volmetal mit 29:30 verloren. Sollte der TuS erneut gewinnen, hätte man 37 Pluspunkte und könnte von den Bielefeldern nicht mehr eingeholt werden. Bereits 30 Minuten früher beginnt das Verfolgerduell der HSG Menden/Lendringsen gegen den TuS Spenge, beide Teams haben aktuell 27 Punkte - acht weniger als Volmetal. Bei einem Remis oder einem Sieg der Gastgeber, gegen den man den direkten Vergleich bereits gewonnen hat, wäre Volmetal - ein eigener Erfolg vorausgesetzt - bereits am 22. Spieltag die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Sollte Spenge in Menden gewinnen, käme es am kommenden Wochenende in Spenge zu einem weiteren Spitzenspiel, in dem das Neff-Team nach dem 26:26 im Hinspiel den Titelgewinn perfekt machen könnte.

„Ich möchte die Meisterschaft in heimischer Umgebung feiern, da bietet sich der Samstag förmlich an“, betont allerdings Volmetals rühriger Abteilungsleiter Andrè Blümel, gerade 50 geworden. Auf eine kurzfristige Feier in oder außerhalb der Halle, sei man vorbereitet. Und Neff, der die Volmetaler am Samstag in seinem 91. Spiel betreut, ist ziemlich cool. „Mir ist es eigentlich egal, wann wir die Meisterschaft feiern können. Allerdings je früher, je besser“, sagt der TuS-Coach: „Alle noch anstehenden Aufgaben wären bei einer Niederlage schwer genug.“ Er kann gegen Bielefeld erneut Bestbesetzung aufbieten.

Ähnlich kompliziert ist der Kampf um den Klassenerhalt für den VfL Eintracht Hagen II. Aufgeschreckt durch die Meldung, dass aus der 3. Liga neben dem Soester TV auch der VfL Gladbeck absteigen könnte, rechnet VfL-Trainer Rainer Hantusch seine bisherige Bilanz vor. „Wir haben 18 Punkte, Senden als Drittletzter hat 14. Im direkten Vergleich sind wir auch besser“, beschreibt Hantusch die Situation vor dem Spiel bei LIT Nordhemmern, das auf Samstag um 20 Uhr in Nordhemmern vorgezogen wurde. Danach folgen noch drei Heimspiele für die Grün-Gelben und das Derby in Gevelsberg.

„Vor der Osterpause haben wir gegen Ahlen gut gespielt und gewonnen. Auch das Hinspiel gegen Nordhemmern brachte für uns zwei Pluspunkte nach einer guten Leistung“, blickt Hantusch zurück und glaubt an die Stärken seiner Jungs. „Eine Entscheidung hinsichtlich des Klassenerhalts wird es am Samstag aber noch nicht geben“, sagt Hagens Übungsleiter, der allerdings von den restlichen vier Spielen drei in der heimischen Sporthalle Mittelstadt austragen darf. Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Hamm und Senden. Personell gibt es keine Probleme bei den Eintrachtlern.