TuS Volmetal im Stadtderby souveräner Sieger

Obwohl Philipp Hinkelmann ganz gut abgeschirmt wurde, war er auch im Stadtderby gegen den TuS Volmetal hinter Drittliga-Akteur Peer Pütz erfolgreichster Torschütze der Eintracht-Reserve.
Obwohl Philipp Hinkelmann ganz gut abgeschirmt wurde, war er auch im Stadtderby gegen den TuS Volmetal hinter Drittliga-Akteur Peer Pütz erfolgreichster Torschütze der Eintracht-Reserve.
Foto: WP

Hagen..  Handball-Oberliga-Tabellenführer TuS Volmetal hat auch im zweiten Stadtderby der Saison nichts anbrennen lassen und seine Aufstiegsambitionen untermauert. Nachdem das Hinspiel am Volmewehr gegen den VfL Eintracht Hagen II nur knapp mit 27:26 an das Team von Trainer Stefan Neff gegangen war, feierten die Volmetaler gestern Abend in der Sporthalle Mittelstadt einen überzeugenden 31:26 (17:10)-Erfolg. Diesmal stellte sich vor knapp 500 Zuschauern nur in der Anfangsphase die Frage nach dem Sieger.

Prächtige Stimmung auf den Rängen, entspannter Umgang der Übungsleiter Rainer Hantusch und Stefan Neff miteinander, so stellte sich die Szenerie kurz vor Spielbeginn dar. Die zwei Sonderbusse der Volmetaler parkten vor der Halle, in deren Oberrang die Farbe Grün, also die der Gäste, dominierte.

Hoffnung durch Hinkelmann

Den besseren Start indes erwischten die Gastgeber, die auf die erkrankten Patrick Lütgenau und Alex Katsigiannis verzichten mussten, dafür aber wieder auf Lars Henkels zurückgreifen konnten. Die VfL-Reserve ging mit 3:0 in Führung. Das sollte sich allerdings als Strohfeuer erweisen, den auch der routinierte Schlussmann Björn Minzlaff im Eintracht-Kasten konnte nicht verhindern, dass die Volmetaler über 6:3 (12. Minute) und 11:4 (20.) davonzogen. Der Siebentore-Vorsprung hatte auch in der Pause noch Bestand.

Nach Wiederanpfiff legten die Gäste sogar noch zwei Treffer drauf (13:22, 15:24). Die Partie schien endgültig gelaufen zu sein. Aber das Hantusch-Team kam noch einmal zurück, unter anderem begünstigt von mehreren gegen den TuS Volmetal ausgesprochenen Zeitstrafen. Als Toptorjäger Philipp Hinkelmann in der 56. Minute den Rückstand auf drei Tore verkürzte (24:27), schien sogar noch etwas Zählbares in Reichweite zu sein. Erst die Treffer von Silas Kaufmann und Luca Sackmann zum 24:28 und 24:29 erstickten die noch einmal aufgekeimten Eintracht-Hoffnungen.

„Díe Leidenschaft hat gefehlt“

„Das war ein souveräner Auftritt meiner Mannschaft. Der Sieg war nie gefährdet“, zog TuS-Trainer Stefan Neff zufrieden Bilanz. Eintracht-Coach Rainer Hantusch dagegen hatte Grund zum Hadern: „Die erste Halbzeit war desolat, vor allem, was das Abwehrverhalten anging“, attestierte er seiner Truppe. „Nach der Pause lief es etwas besser, aber zum Schluss hat die Leidenschaft gefehlt.“

VfL Eintracht Hagen II: Minzlaff, ab 37. Michel; Wilhelm (3), Schmitz (2), Berblinger (1), Maystrenko (2), Zulauf (2), Osebold, Cromm (1), Henkels (1), Hinkelmann (6), Pütz (7), Philipp Kowalski, Markus Sonnenberg.

TuS Volmetal: Treude, ab 46. Quick ; Bauer (6), Kötter, Frederik Kowalski (3), Kaufmann (5), Dommermuth (3), Sackmann (4), Dominik Domaschk (1), Dennis Domaschk (1), Polakovs (2/1), Herzog (6).