TuS Volmetal II braucht gegen Hohenlimburg Sahnetag

Im Derby gegen Titelaspirant HSG Hohenlimburg, das am Samstag beim Tabellenzweiten steigt, muss Aufsteiger TuS Volmetal II auf den privat verhinderten Björn Althoff verzichten.
Im Derby gegen Titelaspirant HSG Hohenlimburg, das am Samstag beim Tabellenzweiten steigt, muss Aufsteiger TuS Volmetal II auf den privat verhinderten Björn Althoff verzichten.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen. Der Titelkampf in der Handball-Landesliga ist seit letzter Woche eröffnet. Nachdem sich Schwitten aus dem Aufstiegsrennen vorerst verabschiedet hat - die Mendener unterlagen dem VfL Eintracht Hagen III mit 21:27 - machen nun Tabellenführer HSG Hohenlimburg (26 Punkte) und Verfolger Halingen (24 Punkte, dafür ein Spiel weniger) den Aufstieg in die Verbandsliga unter sich aus. Geht es nach Hohenlimburgs Sportlichen Leiter Alessandro Filippelli, dann könnten die vermeintlich schwächeren Gegner für beide Teams als Stolperfallen im Weg stehen. Mit dem TuS Volmetal II empfängt die HSG morgen einen Gegner aus genau dieser Kategorie.

Anwurf des Lokalderbys ist um 19 Uhr in der Hohenlimburger Rundturnhalle. In der Halle Mittelstadt empfängt der VfL Eintracht III morgen um halb acht Uhr die SG Schalksmühle/Halver II, zur gleichen Uhrzeit wird auch die Begegnungen zwischen Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel und dem Fünften TuS Wellinghofen in Oberwengern angepfiffen.

Eine Antwort auf die Frage, wie sie den Tabellenführer am besten ärgern können, hat Volmetals Trainer Jörg Bouwain noch nicht. Ihm ist aber bewusst, dass für einen Erfolg viele Rädchen ineinander greifen müssen. „Wir brauchen einen Sahnetag und Hohenlimburg sollte einen gebrauchten erwischen“, weiß Bouwain. Die wohl schwierigste Aufgabe für den Liga-Elften stellt der Hohenlimburger Rückraum dar, denn mit Patrick Arlt, den Wittke-Brüdern oder Dario Goebels verfügt die HSG aus der Distanz über eine hohe individuelle Qualität.

Besondere Abwehr-Maßnahmen hat Bouwain zwar nicht geplant, dennoch kann er sich vorstellen, zwischendurch mit einer Manndeckung zu spielen. Verzichten müssen die Volmetaler auf Björn Althoff (privat verhindert) und Dennis Hirt (Schulterverletzung). Auf dem Weg der Besserung ist dafür Timon Schliepkorte, Mitte Februar wird der Rückraumspieler nach seinem Mittelhandbruch wieder ins Training einsteigen. „Wer die meisten Punkte gegen die Teams aus dem Keller lässt, der wird am Ende den Kürzeren ziehen“, glaubt Filippelli weniger daran, dass der direkte Vergleich mit Halingen den Ausschlag geben wird.

Im Hinspiel schickte Wellinghofen die Wetteraner mit 34:19 nach Hause - eine derartige Klatsche wollen sich die Jungs von Trainer Stefan Wildförster nicht noch einmal abholen. Ihre Stärken haben die Dortmunder in der Abwehr - mit 315 Gegentreffern stellen sie die beste Defensive der Liga - und im schnellen Umschaltspiel. „Wenn wir unsere Chancen nicht nutzen, dann wird Wellinghofen ihr Gegenstoßspiel erbarmungslos durchziehen“, befürchtet Wildförster, der daher von seinen Mannen eine „sehr konzentrierte Angriffsleistung“ einfordert.

Eine noch höhere Niederlage als die Grundschötteler in Wellinghofen kassierten die Eintrachtler am dritten Spieltag bei der Reserve der SG Schalksmühle/Halver - ganze 21 Tore Differenz standen am Ende beim 15:36 aus Sicht der Hagener auf der Anzeigentafel. Wie (fast) immer stellt sich bei den VfLern die Frage, mit welchem Personal sie antreten können. „Voll besetzt haben wir eine Chance“, sagt Eintracht-Coach Andreas Kuno, der eine homogene, eingespielte und spielerisch gute Schalksmühler Truppe erwartet. „Die spielen einen sympathischen Ball.“