TuS Volmetal bei VfL Eintracht II nicht der klare Favorit

Im Hinspiel setzten sich die Volmetaler um Frederik Kowalski knapp mit 27:26 gegen den Handball-Oberliga-Stadtrivalen VfL Eintracht Hagen II durch.
Im Hinspiel setzten sich die Volmetaler um Frederik Kowalski knapp mit 27:26 gegen den Handball-Oberliga-Stadtrivalen VfL Eintracht Hagen II durch.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Es ist wieder Derbyzeit in der Handball-Oberliga. Am Freitag um 20 Uhr empfängt vor sicherlich 500 Fans in der Sporthalle Mittelstadt der VfL Eintracht Hagen II den Klassenprimus TuS Volmetal. Es ist das dritte Duell beider Teams in der höchsten westfälischen Spielklasse. In der Saison 2013/2014 gewann der VfL Eintracht die Partien mit 33:24 und 31:28. In der aktuellen Spielzeit feierten die Volmetaler in eigener Halle mit 27:26 den ersten Sieg gegen den Stadtrivalen.

Das Derby hat aufgrund der jüngsten Ergebnisse keinen klaren Favoriten, auch wenn Volmetal doppelt so viele Pluspunkte wie die Eintracht-Reserve hat. In diesem Jahr buchte der TuS Volmetal acht von zehn möglichen Punkten auf sein Konto. Die Eintrachtler freuten sich über sieben von zehn möglichen Zählern. Der Top-Torjäger der Liga trägt das Eintracht-Trikot: Philipp Hinkelmann erzielte 106 Treffer aus dem Feld. Volmetals Niklas Polakovs, wie Hinkelmann 22 Jahre jung, gelangen 76 Treffer aus dem Feld, Silas Kaufmann 75 Tore.

Diese Zahlen beeindrucken beide Trainer nicht. Auch das Wort „Aufstieg“ spielt am Freitag für Volmetals Übungsleiter Stefan Neff keine Rolle. „Der VfL Eintracht hat sich gefangen und ist gut in das neue Jahr gestartet“, weiß Neff, „aber eine Übermannschaft ist das nicht.“

Wie der Kader der Eintrachtler am Freitag genau aussieht, ist dem TuS-Coach egal. „Wir sind auf alles vorbereitet“, sagt der Volmetaler Übungsleiter, der sich nicht vorstellen kann, dass Leistungsträger aus dem Drittliga-Team auflaufen werden. Beim TuS sind alle Mann an Bord.

Rainer Hantusch, Coach der Eintrachter und Co-Trainer des Drittliga-Teams, geht ebenfalls davon aus, dass es keine „Verstärkung von oben“ geben wird. „Schließlich brauchen wir für die Partie am Samstag in Neuss gesunde Spieler und können kein Verletzungsrisiko am Freitag eingehen.“ Die jüngste Niederlage in Altenhagen sei abgehakt. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe sein“, glaubt Hantusch, der froh ist, dass auch Alexandros Katsigiannis nach seiner Verletzungspause wieder langsam in Form kommt.

„Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und wenig technische Fehler machen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir auch eine Chance, den Tabellenführer zu besiegen“, ist sich Rainer Hantusch sicher. Vielleicht wird es das vorerst letzte Hagener Stadtderby in der Handball-Oberliga. Da will keiner als Verlierer vom Platz gehen.

Wegen Anwohner-Klage sind Trommeln verboten

Auf die akustische Unterstützung „ihrer“ lautstarken Trommler muss die Volmetaler Mannschaft am Freitag verzichten. Das Verbot von Lärminstrumenten in der Halle Mittelstadt hat die Stadtverwaltung ausgesprochen. Grund ist die Klage eines Anwohners, dem die Trommeln, Rasseln etc. zu laut waren.