TuRa, Emst und VfL IV eint morgen der Wunsch nach Revanche

Hagen..  Den 27. September 2014 haben die Hagener Handball-Bezirksligisten SG TuRa/Halden, DJK Grün-Weiß Emst und VfL Eintracht Hagen IV nicht vergessen. Wäre es so einfach, dann hätten alle drei ihre Erinnerungen an jenen Samstagabend längst aus den Köpfen gestrichen. 20:34 unterlag die vierte Mannschaft des VfL Eintracht Hagen in Letmathe - es war ihre höchste Saisonpleite. TuRa/Halden und Grün-Weiß Emst konnten ihre Niederlagen zwar geringer halten, doch beide mussten je 41 Gegentore schlucken. Halden in Lössel (34:41), Emst in Bösperde (36:41). Am Samstag will das Trio Revanche nehmen.

Die Chancen darauf stehen gar nicht so schlecht. Erstes Beispiel: die Viertvertretung der Eintrachtler (15.30 Uhr, Halle Mittelstadt). Zum einen können die Hagener den Schwung mitnehmen, den sie beim 26:26 in Bösperde vorletzte Woche aufgenommen haben. Zum anderen treffen sie auf eine verunsicherte Letmather Mannschaft. Nur ein Sieg gelang dem LTV in den letzten fünf Spielen, so selbstbewusst wie in der Hinrunden-Partie werden die Gäste also nicht aufspielen. „Das Hinspiel konnten wir von Beginn an in die Tonne kloppen“, erinnert sich VfL-Torwart Alex Bolz, „wir sind total motiviert, die Klatsche jetzt zurecht zu rücken.“ Respekt haben die Gastgeber, die auf Patrick Kappe (beruflich verhindert) verzichten müssen, vor dem Letmather Rückraum.

Zweites Beispiel: die SG TuRa/Halden. „Wir wollen zeigen, dass es ein Ausrutscher war.“ Auch die Haldener sind laut ihrem Trainer Nils Ast auf Wiedergutmachung aus, auch wenn sie bis Mitte April auf Markus Dick verzichten müssen. Nach einer Rangelei im Spiel gegen Bösperde muss Wiederholungstäter Dick für insgesamt sechs Spiele auf die Tribüne. Gegen Lössel (18 Uhr, Helfe) müssen die SG-Jungs schnell verschieben und offensiv gewohnt tempostark auftreten. Für die Ast-Männer spricht zudem, dass die Gäste fünf ihrer letzten sechs Partien in fremder Halle verloren haben.

Und drittes Beispiel: DJK Grün-Weiß Emst. Es ist kein Geheimnis, dass die Emster das Offensivspektakel bevorzugen - und dabei ganz gerne die Abwehr vernachlässigen. So löchrig wie im Hinspiel waren aber selbst die Grün-Weißen sonst in keinem anderen Spiel. „Zuhause sind wir aber noch ungeschlagen und spielen immer eine Klasse besser“, ist Emsts Trainer Jörg Walter froh über das morgige Heimrecht. Angepfiffen wird die Partie auf Emst um 19.30 Uhr. Nicht dabei ist David Berghaus (Arbeit), zudem ist Michel Bojda (Schulterverletzung) fraglich.

Erst am Sonntag (17 Uhr, Wehringhausen) muss der TuS 03 Hagen ran, immerhin haben die 03er gute Erinnerungen an das Hinspiel gegen den VfB Altena (26:25). Gegen den Liga-Vorletzten stehen jedoch Jannik Truß (Entzündung in Knie) und Michael Fleischer - er bekam den Draht aus seinem operierten Daumen gezogen - nicht zur Verfügung.