TSV Herdecke hofft auf Sabrina Mockenhaupt

Beim 12. City-Lauf werden auch wieder die kleinsten Läufer am Start sein.
Beim 12. City-Lauf werden auch wieder die kleinsten Läufer am Start sein.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Am 30. Mai findet der 12. Herdecker City-Lauf statt. Sabrina Mockenhaupt wird wegen einer Verletzung nicht, wie gehofft, starten können.

Herdecke..  Bald ist es wieder soweit. Der TSV Herdecke erwartet bis zu 1000 Läufer, die beim 12. City-Lauf Herdecke zum Beben bringen. Und eigentlich stand eine besondere Teilnehmerin bereits fest: Nach 2013 sollte Deutschlands bekannteste Langstreckenläuferin auch in diesem Jahr die zehn Kilometer durch die Ruhrstadt laufen. Doch eine Verletzung wird Sabrina Mockenhaupt einen Strich durch die Rechnung machen. Momentan sieht es so aus, als dürfte sie sechs Wochen keinen Sport treiben. „Dann hoffe ich, wieder ein gesundes Renn-Pferdchen zu sein“, schreibt die Athletin auf ihrer Facebook-Seite.

Genaue Details zur Verletzung gibt sie aber noch nicht bekannt. Zu Beginn der Woche musste sie sich in der Atos-Klinik in Heidelberg behandeln lassen. Die sechs Wochen will sie nutzen, um an ihren Defiziten arbeiten.

„Wir bedauern die Verletzung natürlich sehr“, sagt Jörg Ahlert-de Graat, der den Lauf gemeinsam mit Marcel Sievers organisiert. „Nun hoffen wir aber, dass Sabrina Mockenhaupt trotzdem kommt. Denn eigentlich wollte sie sich vor dem Lauf mit einigen auserwählten Fans treffen“, ergänzt Ahlert-de Graat. Der TSV Herdecke möchte den Ehrengast zumindest am Streckenrand begrüßen. Und auch die Agentur Ferbermarketing, die Sabrina Mockenhaupt betreut, macht Hoffnung: „Noch steht es nicht endgültig fest, ob sie wirklich so lange ausfällt. Vielleicht kann sie den Lauf auch mit einem Fahrrad begleiten. Das wird sich zeigen.“

So oder so werden aber auch zahlreiche andere Athleten an den Start gehen. Los geht es am Samstag, 30. Mai, ab 12 Uhr. Dann gehen die Walking-Damen und -Herren auf die 5000-Meter-Strecke. Es folgen die Schüler und die Bambinis, um 16 Uhr beginnt der Jedermann-Lauf, eine Stunde später stehen dann die Teilnehmer des Hauptlaufes an der Startlinie.

Über zehn Kilometer führt die Strecke unter anderem fünfmal die Fußgängerzone hoch. „Gerade dieser Teil zieht sich. Durch dieses Stück kommen einige Höhenmeter zusammen“, erklärt Marcel Sievers. Zusätzlich zum welligen Streckenprofil macht es das Herdecker Kopfsteinpflaster den Sportlern das Leben schwer. „Aber das zeichnet den Herdecker Lauf auch aus. Er ist anspruchsvoll“, so Sievers. „Und gerade in der Fußgängerzone werden viele Sportler von der guten Stimmung getragen. Der Lauf wird von den Herdeckern angenommen“, ergänzt Ahlert-de Graat.

Kabinen am Bleichstein

In diesem Jahr wird es aber auch einige Änderungen geben. „Die Stadt wird später abgesperrt, darum wurden wir gebeten“, so Ahlert-de Graat. Ab 11 Uhr können die vielen Helfer des TSV Herdecke erst mit den Aufbauarbeiten beginnen. „Das bedeutet, dass alles gut organisiert werden muss. Denn die Arbeiten müssen reibungslos verlaufen“, sagt Sievers.

Doch auch für die Läufer gibt es eine wichtige Änderungen. Erstmals können sie im Ringerzentrum der TSG Schwerathletik Herdecke duschen. „So werden die Wege viel kürzer. Die Ziellinie ist nur etwa 100 Meter vom Ringerzentrum entfernt“, erklären die Organisatoren. Bislang mussten die geschafften Athleten nach dem Zieleinlauf immer die Kabinen am Bleichstein nutzen.

Die Verantwortlichen hoffen jetzt auf zahlreiche Teilnehmer. Selbst am 30. Mai können sich Sportler noch spontan entscheiden und sich für den Herdecker City-Lauf anmelden. An diesem Tag wird allerdings auch noch ein weiteres Sportereignis stattfinden. Am Abend spielt Borussia Dortmund im DFB-Pokal-Finale gegen den VfL Wolfsburg. An übermäßige Konkurrenz glaubt Jörg Ahlert-de Graat aber nicht: „Es ist doch die perfekte Vorbereitung. Tagsüber laufen und abends das Spiel schauen.“