TSG Herdecke will nicht durchgereicht werden

Wetter/Herdecke..  Der TuS Wengern arbeitet weiter fleißig am Klassenerhalt, der FC Wetter stolpert in Richtung Aufstieg und die TSG Herdecke muss aufpassen, nicht abzurutschen: Der 21. Spieltag der Fußball-Bezirksliga erinnerte stark an die Vorwoche.
„Wir haben versucht herauszufinden, woran es lag, dass wir letzte Woche so schwach aufgetreten sind. Aber wir waren ziemlich ratlos“, sagte Wetters Co-Trainer Fatih Esbe vor dem Spiel. Diese Ratlosigkeit hielt auch nach dem 1:1 gegen den SSV Kalthof am Sonntag an: „Es war nichts davon zu spüren, dass da mehr Energie war. Wir haben immer wieder Glück, dass uns einige Individualisten retten.“ Vielleicht ist das Problem auch, dass es trotzdem funktioniert: Obwohl der FC regelmäßig seinen Ansprüchen hinterherläuft, reicht es, um den Vorsprung in der Liga auszubauen.
Die TSG Herdecke will das Pokalspiel am Mittwoch gegen Sprockhövel als „Trainingseinheit“ nutzen, sagte Co-Trainer Maik Gehrmann nach der 1:4-Niederlage gegen Breckerfeld. Eine gute Leistung als Außenseiter gegen den Oberligisten könne motivierend wirken. Denn fehlende Motivation sei der Grund für die fehlende Konstanz, das habe sich auch in Breckerfeld gezeigt: „Das war wie bei einem lauen Sommerkick, die Mannschaft hat in der ersten Hälfte überhaupt nicht auf die Gegentore reagiert“, so Gehrmann, „und wir müssen aufpassen, nicht durchgereicht zu werden.“
Gute Nachrichten gibt es dagegen vom TuS Wengern: Mit einem klaren 5:0-Sieg machte das Team vom Brasberg einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. Dabei fiel wieder Jens Wilkus auf: Er schoss zuletzt fünf Tore in zwei Spielen. „Wir hoffen natürlich, dass das so weitergeht“, sagte Spielertrainer Kevin Stürzekarn scherzhaft. Wenn man das mal durchrechnet, kommt man auf rund 23 Wilkus-Tore in den nächsten neun Spielen – damit wäre nicht nur der Aufstieg in greifbarer Nähe, sondern auch noch die Torjäger-Krone. Wer hätte das vor der Rückrunde gedacht…