Trotz Nullnummer noch alles offen

Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - Borussia Dröschede
Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - Borussia Dröschede
Foto: WP

Hohenlimburg..  Was ist der eine Punkt wert? Diese Frage wird erst am kommenden Wochenende beantwortet. Zunächst hilft das 0:0 im Kirchenbergstadion zwischen dem SV Hohenlimburg 1910 und Borussia Dröschede niemandem weiter. Die Zehner verließen mit hängenden Köpfen das Stadion, denn sie haben eine große Chance verpasst. „Wir sind allerdings noch nicht aus dem Rennen“, so SV 1910-Cheftrainer Roman Reichel nach dem Abpfiff. Jetzt jedoch sind seine Schützlinge auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen, wenn es mit Platz zwei – verbunden mit dem Westfalenliga-Aufstieg – noch etwas werden soll. Noch rangieren die Hohenlimburger auf dem zweiten Rang mit einem Punkt Vorsprung vor SG Finnentrop/Bamenohl und zwei Zählern vor Dröschede. Aber am kommenden Sonntag hat der SV 10 spielfrei.

„Wir haben die besseren Möglichkeiten gehabt“, trauerte Roman Reichel den zwei verlorenen Punkten hinterher. Jedoch war unterm Strich die Fehlpassquote zu hoch, beim Abschluss fehlte die Übersicht und die Konsequenz.

Arif Et abgemeldet

Positiv jedoch die Abwehrleistung, denn Einschussmöglichkeiten des Gegners gab es sehr wenig. „Wir haben Dröschedes Haupttorschützen Arif Et komplett abgemeldet“, so Roman Reichel. Zumindest gelang dies 90 Minuten, denn in der Nachspielzeit tauchte Et doch noch einmal gefährlich vor dem Gehäuse von SV 1910-Torwart Nils Langwald auf. Mit einer bravourösen Fußabwehr rettete Langwald das 0:0. Ansonsten wäre der Ofen aus gewesen.

Zur Chronologie – beide Teams begannen sehr nervös, das Spiel verankerte sich im Mittelfeld, geprägt von Abspielfehlern, Zweikämpfen und einer hohen Laufbereitschaft. Der Wille, das Spiel zu gewinnen, war den Hohenlimburgern anzusehen, Torszenen waren im ersten Abschnitt allerdings Mangelware. David Kerefidis schoss aus guter Position über das Gebälk (22.), drei Minuten später war auf der anderen Seite Oka Gözütok fast mit einem Eckball direkt erfolgreich. Die beste Möglichkeit des gesamten Spiels hatten die Platzherren kurz vor der Pause. Nach einem Aufsetzer stand Pascal Kowalczyk plötzlich allein auf weiter Flur, doch anstatt den Platz zu nutzen und noch drei Meter zu gehen, drosch er aus 14 Metern auf das Gehäuse. So war die Kugel leichte Beute vor den Borussen-Keeper Julian Schmahl.

Pech für die Zehner

Nach der Pause verzeichneten die Dröscheder nur noch zwei offensive Szenen – die besagte Chance in der Nachspielzeit sowie einen Treffern ans Außennetz, ebenfalls von Arif Et (74.). Auf der anderen Seite roch es mehrmals nach einem Vergissmeinnicht im Gehäuse von Julian Schmahl. Bei einem flachen Schuss von David Kerefidis reagierte der Dröscheder Torwart stark (77.), zehn Minuten später parierte er nach einem Aufsetzer von Eduardo Ribeiro ebenfalls gut. In der ersten Minute der Nachspielzeit hatten die Gäste Dusel, als es Ribeiro, Kerefidis und Mercan Türkyilmaz nicht gelang, das Leder aus einem Gewühl heraus hinter die Linie zu bugsieren. Immer wieder war ein Abwehrbein dazwischen.

SV 1910:Langwald, Nezir, Asmus, Forin, Kerefidis, Davulcu, Türkyilmaz, Kowalczyk (79. Ademi), Tech, Ribeiro, Ahakham. Schiedsrichter: Max Krämer (Köln). Tore: Fehlanzeige. Gelbe Karten: SV 1910 (3), Dröschede (2). Zuschauer: 600.