Trotz erster Schlappe hat Volmetal Favoritenrolle

Foto: Biene Hagel

Hagen..  Die Handball-Oberligisten bestreiten am Wochenende den letzten Spieltag der ersten Serie. Im Fokus steht das Derby zwischen dem TuS Volmetal und der HSG Gevelsberg/Silschede am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle am Volmewehr. Der VfL Eintracht Hagen II ist am Sonntag um 18 Uhr zu Gast beim Aufsteiger SG Handball Hamm II in der Turnhalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Hamm-Werries.

Vom Tabellenstand ist das Spiel in der Sporthalle Volmetal eine klare Angelegenheit für die Gastgeber, die 18 Punkte auf ihrem Konto haben. Die Gevelsberger haben als Schlusslicht gerade acht Zähler eingefahren. Allerdings geben die Ergebnisse vom letzten Spieltag zu Spekulationen hinsichtlich der Favoritenrolle Anlass. Volmetal bekam in Augustdorf eine derbe Klatsche, während die Gevelsberger nach einer sensationellen letzten Viertelstunde den hohen Favoriten TSG Altenhagen/Heepen mit einer 19:20-Niederlage auf die Heimreise schickte.

„Wir sind nur Außenseiter“, hat Gevelsbergs Trainer Hans-Peter Müller seinem Volmetaler Kollegen Stefan Neff mitgeteilt. Beide A-Lizenz-Inhaber pflegen ein gutes Verhältnis miteinander. Der 60-jährige Müller, Mitglied im Lehrstab des westfälischen Handball-Verbandes, hat schließlich Neff die Prüfung für die B-Lizenz abgenommen und ihn weiterhin bis zur Erlangung der A-Lizenz gefördert. Zuletzt coachten sie gemeinsam beim Oberliga-Allstarspiel in Hamm.

Die Rollenverteilung gemäß des Tabellenstands ist klar. Doch Neff, der hofft, dass sein Team etwas bissiger als in Augustdorf agiert, betont: „Favorit hin oder her. Wir fangen bei null an.“ Sorgen bereiten den Volmetalern Dominik Domaschk und Kevin Herzog. „Dominik hat nach der in Augustdorf zugezogenen Schulterprellung noch keinen Ball in die Hand genommen. Kevin hat eine Grippe aus dem Trainingsbetrieb gezogen“, kommentierte Volmetals Übungsleiter den Gesundheitszustand seiner Stammspieler.

Rainer Hantusch, Trainer des VfL Eintracht Hagen II, fährt am Sonntag ganz locker nach Hamm, wo der Tabellenachte auf die Grün-Gelben wartet. „Ich hoffe, dass am letzten Spieltag mit dem Sieg gegen Möllbergen der Wendepunkt erreicht ist“, meinte Hantusch. Allerdings sei Hamm ein anderes Kaliber als Möllbergen. „Bei Hamm können am Sonntag auch einige Spieler des Zweitligisten ASV Hamm mitspielen“, weiß Hantusch, das Doppelspielrecht macht dieses möglich. Und da die 2. Bundesliga wegen der Handball-Weltmeisterschaft eine Pause eingelegt hat, wird man in Hamm diese Regelung nutzen. „Dort ist es nicht so einfach, zu gewinnen“, meint Hagens Übungsleiter. Allerdings schafften die Hammer in dieser Saison daheim nur gegen gegen Loxten einen Sieg, der Rest waren Unentschieden oder Niederlagen. „Wir wollen gewinnen und schauen nur auf uns“, sagt Hantusch, der hofft, dass wie im letzten Spiel gegen Möllbergen auch das Glück wieder mitspielt. Personelle Probleme sind beim VfL Eintracht nicht vorhanden.