Treffsichere Mirja Biggemann lässt Westfalia bei eigenem Turnier jubeln
07.02.2012 | 20:40 Uhr 2012-02-07T20:40:00+0100
Hagen.(hof) Sechs Spiele, sechs Siege. Mit Ausrichter Westfalia Hagen fand das 19. Marion-Anton-Gedächtnisturnier einen souveränen Gewinner. Die Erstvertretung des Frauenfußball-Landesligisten setzte sich im Endspiel gegen den Staffelrivalen SpVg Holzwickede mit 1:0 durch. Mirja Biggemann erzielte in der Sporthalle Wehringhausen das entscheidende Tor.
„Es war wieder eine gelungene Veranstaltung“, fiel die Bilanz von Trainer Martin Riesner entsprechend positiv aus. Als Gastgeber und Landesliga-Dritter chancenreich ins Turnier gegangenen, wurden Biggemann, mit insgesamt sieben Treffern beste Turniertorschützin, Sara Zinn (6) und Co. ihrer Favoritenrolle gerecht. 1:0 gegen Bezirksligist Silschede, 4:2 gegen Landesligist ESV Herne, 9:0 gegen Fichte Hagen, 5:2 gegen die SG Boelerheide (jeweils Kreisliga) und im Halbfinale ein 2:0-Erfolg gegen Bezirksligist Hombrucher SV waren die sportliche Ausbeute des Ausrichters, für die es 100 Euro Preisgeld gab.
Auch die Zweitvertretung des Veranstalters, gebildet aus den jüngeren Spielerinnen der Landesliga-Mannschaft, schlug sich ordentlich. Nach knappen 0:1-Niederlagen gegen Hombruch und Holzwickede (Riesner: „Da fehlte jeweils nur ein bisschen Routine“) gab es ein 3:3 gegen BW Voerde und einen 3:0-Sieg gegen den FSV Gevelsberg.
Den Einzug ins Halfinale verpasste Westfalia II aber genauso wie die beiden Hagener Kreisliga-Vertreter. Fichte Hagen konnte nur das Stadtduell gegen die SG Boelerheide mit 2:0 gewinnen und kam ansonsten ziemlich unter die Räder (1:8 gegen Herne, 1:5 gegen Silschede, 0:9 gegen Westfalia I), Boelerheide, kurzfristig für Grumme eingesprungen, zog auch gegen Silschede (2:5) und Grumme (2:6) den Kürzeren. „Trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass die Spielerinnen traurig nach Hause gefahren sind. Sie haben es als sportliche Herausforderung betrachtet, sich mit höherklassigen Mannschaften zu messen“, will Martin Riesner auch im kommenden Jahr wieder heimische Kreisliga-Teams einladen. Für die dann anstehende 20. Auflage wird sich Hagens klassenhöchster Frauenfußball-Klub etwas Besonderes einfallen lassen. „Das werden wir größer aufziehen, vielleicht spielen wir an zwei Tagen“, kann sich Riesner vorstellen.
Eigentlich sollte mit Hagens traditionsreichstem Frauenfußballturnier die Hallensaison gelaufen sein. Wegen der eisigen Temperaturen wird aber zumindest in dieser Woche noch in der Halle trainiert. Nicht nur Martin Riesner hofft, dass die „Eiszeit“ spätestens in der nächsten Woche endet. Am Sonntag, 18. Februar, steht das Westfalenpokal-Viertelfinalspiel gegen Regionalligist FCC Heike Rheine an. Aktuell könnte man den langjährigen Bundesligisten auf dem knüppelhart gefrorenen Ischelandstadion-Rasen kaum empfangen.
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