Trampolin-Springer wollen wieder fliegen

Bianca Lingnau, Übungsleiterin Trampolin Elseyer TV
Bianca Lingnau, Übungsleiterin Trampolin Elseyer TV
Foto: WP

Hohenlimburg..  Die Welt von oben sehen – ohne in einem Ballon oder Flugzeug zu sitzen. Das ist möglich, und zwar bei der Trampolin-Abteilung des Elseyer TV. Dort herrscht wieder Aufbruchstimmung, am kommenden Donnerstag, 8. Januar, soll das Training auf der Empore der Rundturnhalle wieder losgehen.

Aufbruchstimmung? Zu Spitzenzeiten bestand die Gruppe aus 20 Mädchen und Jungen, Kinder und Jugendliche mussten sogar auf zwei Übungseinheiten verteilt werden. Jedoch ebbte die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr von Monat zu Monat ab. „Einige hatten Unterricht für Konfirmation und Kommunion, andere entwickelten andere Interessen“, weiß Übungsleiterin Bianca Lingnau. Aber auch ein Umzug spielte eine Rolle, wie zum Beispiel bei Patrick Kletsch, der jetzt im Hemer wohnt und dort Trampolin springt. Leon Steglich, der ebenso wie Patrick Kletsch einer der stärksten Springer vor zwei Jahren war, betreibt seinen Sport jetzt im Leistungszentrum in Unna. „Der war so stark, dem konnten wir nichts mehr beibringen“, so Bianca Lingnau.

Nur eine Handvoll Kinder

Schließlich blieb aus der Trampolin-Gruppe nur noch eine Handvoll Mitglieder übrig. „Die Trampoline auf- und abzubauen dauert jeweils eine Viertelstunde. Das hat sich ja kaum mehr gelohnt“, sagt Bianca Lingnau.

Aber das soll sich jetzt ändern, ab Donnerstag wagen die Elseyer einen Neuanfang. Die Sportart ist sehr reizvoll, die Sprünge sehen teilweise beeindruckend und spektakulär aus. Voraussetzungen muss niemand mitbringen – bis auf eine, ein wenig Mut, denn die Springerinnen und Springer müssen sich schon etwas zutrauen. Verletzt hat sich allerdings bisher noch niemand. „Beim Aufbauen kann mehr passieren als beim Springen selbst“, sagt Bianca Lingnau. Doch hier passen die Übungsleiterinnen genau auf, dass die Geräte ordnungsgemäß auf- und abgebaut werden. Auch beim Sport selbst ist Sicherheit das Gebot der Stunde. Trotz der hohen Sprünge wird sich niemand den Kopf an der Hallendecke stoßen. „So hohe Sprünge machen wir nicht.“

Zwei Trampoline stehen den Elseyern zur Verfügung, sowohl ein städtisches als auch ein vereinseigenes. Das ist ein kleiner Nachteil, denn auf dem Trampolin kann immer nur ein Athlet springen. Aber die Wartezeit überbrücken die Übungsleiterinnen immer mit Jux-Sprüngen auf dem kleinen Trampolin.

Einstiegsalter 6 Jahre

Das optimale Einstiegsalter für Trampolinspringen ist sechs Jahre, allerdings sind bei der Gruppe Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene jeden Alters willkommen. Neueinsteiger gehen mit den Trainerinnen erst einmal ganz normal über das Trampolin, um ein Gefühl für das Sportgerät zu bekommen. Die ersten Sprünge sind sehr einfach, es sind so genannte L-Sprünge (L wie leicht). Bei Standsprüngen müssen die Athleten versuchen, das Gleichgewicht zu halten. Eine weitere Übung für die Anfänger ist es, auf den vorgegebenen Linien zu springen und darauf auch sicher zu landen.

Entgegen aller Erwartungen besteht Trampolinspringen nicht nur aus Saltos und Schrauben, sondern auch aus leichten Übungen wie zum Beispiel Hocke, Grätsche oder Bücke. Und wem das zu kompliziert ist, kann auch mit Seilchen, Reifen oder Tüchern springen und das Trampolin kennenlernen. Der Kreativität bei den Übungen sind also keine Grenzen gesetzt.

Für die Fortgeschrittenen werden dann auch Wettkämpfe angeboten, meist im heimischen Turnbezirk. Hier hat der Elseyer TV schon einige beachtenswerte Erfolge gefeiert. Ein besonderes Ereignis für den ETV war eine Demonstrations-Veranstaltung vor der Volmegalerie.

Neben Bianca Lingnau steht auch Isabell Steinert als Übungsleiterin zur Verfügung. Trainiert wird immer donnerstags von 17.45 Uhr bis 19.15 Uhr auf dem „Heuboden“ der Rundturnhalle.Über zahlreiche Neueinsteiger würde sich der Elseyer TV sehr freuen.