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Interview

Tradition, eine schöne Halle und ein Konzept

07.02.2012 | 20:48 Uhr
Tradition, eine schöne Halle und ein Konzept
Eintracht-Sportdirektor Jens Pfänder (rechts) ist vom Klassenerhalt überzeugt und will Trainer Khalid Khan über die Saison hinaus halten. Foto: Axel Gaiser

Hagen.  Weil der vorher einen Punkt schlechtere Konkurrent TSG Altenhagen-Heepen zwei Zähler am grünen Tisch zugesprochen bekam, rutschte Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen auf einen Abstiegsplatz ab. Unsere Zeitung führte mit dem Eintracht-Sportdirektor Jens Pfänder ein Interview.

Frage: Tabellenführer Lemgo II hat beim 35:27-Sieg gegen Altenhagen-Heepen den Holländer Arjan Haenen eingesetzt, der im Lemgoer Bundesliga-Team „festgespielt“ war. Wie kann so etwas passieren? Es ist schon von ostwestfälischer Schützenhilfe die Rede. . .

Jens Pfänder: Das schließe ich total aus. Die Regeln sind einfach ziemlich kompliziert und sollten vereinfacht werden. Wenn ein Spieler binnen vier Wochen zweimal in einer höheren Mannschaft spielt, hat er sich festgespielt. Die Lemgoer hatten gedacht, dass er wieder eingesetzt werden darf, wenn er nach dem letzten Einsatz vier Wochen pausiert hat. Er hätte sich aber nur dann freigespielt, wenn Lemgos Erstliga-Team in diesem Zeitraum zwei Partien ohne ihn absolviert hätte. Da wegen der Europameisterschaft aber Bundesligapause war, galt Haenen noch als festgespielt.

 

Frage: Der VfL Eintracht ist eine von vier Mannschaften, die schon ziemlich abgeschlagen im Tabellenkeller stehen. Glauben Sie, dass aus diesem Quartett die drei Absteiger kommen werden?

Pfänder: Ja, davon gehe ich aus. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten werden.

 

Frage: Worauf begründet sich Ihr Optimismus?

Frage: Es wird sehr gut trainiert, der große Trainingsaufwand wird sich demnächst bemerkbar machen. Spätestens in ein bis zwei Wochen. Die Mannschaft hat schon gezeigt, dass sie kreativen und schnellen Handball spielen kann. Ich bin mir sicher, dass wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.

 

Frage: Am Sonntag geht es zum Tabellen-14. Rheinhausen, der sechs Punkte mehr hat. Kommt im Siegfall diese Mannschaft noch in Reichweite?

Pfänder: Das ist für mich irrelevant. Wir haben keinen Einfluss darauf, ob eine Mannschaft demnächst noch Punkte abgibt. Wer auf andere schaut, der hat schon verloren. Wir gucken nur auf uns.

 

Frage: Trainer Khalid Khan, den Düsseldorf gerne holen würde, hat gesagt, mit ihm hätte noch kein Eintracht-Verantwortlicher über die nächste Saison gesprochen. Was sagen Sie als Sportdirektor dazu?

Pfänder: Khalid weiß, dass wir mit ihm weitermachen möchten. Richtig ist, dass wir noch nicht über Vertragsinhalte gesprochen haben. Ich habe ab der nächsten Woche etwas mehr Zeit, dann wird dies geschehen. Wir haben einiges anzubieten.

 

Frage: Was im Vergleich zu Düsseldorf?

Pfänder: Wir haben die bessere Perspektive. Aus Düsseldorf geht der Bundesliga-Handball weg, hier in Hagen haben wir Tradition, eine schöne Halle und ein Konzept. Wir wollen über die qualifizierte Ausbildung von talentierten Jugendspielern aus der Region eine junge Mannschaft mit einem hohen Identifikationsfaktor aufbauen.

Rainer Hofeditz

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