Tolles Gefühl nach erstem Applaus

Die "Four-Systems" - (von links) Jona Pies (13, Schlagzeug), Julian Hirsch (12, Bass), Max Fehlauer (12, Keyboard und Gesang) und Torben Strassburger (13, Gitarre und Gesang).
Die "Four-Systems" - (von links) Jona Pies (13, Schlagzeug), Julian Hirsch (12, Bass), Max Fehlauer (12, Keyboard und Gesang) und Torben Strassburger (13, Gitarre und Gesang).
Foto: WP

Hohenlimburg..  „Wir wollen an die Spitze der Charts“, sprudelt es aus Max Fehlauer heraus und lacht. „Naja, erstmal wollen wir bekannt werden, wir sind ja noch Kinder“, beschwichtigt Jona Pies seinen Kollegen. Die Band „Four-Systems“ setzt sich aus drei Jugendlichen der Kicker vom SC Berchum/Garenfeld sowie einem Handballer der HSG Hohenlimburg zusammen.

Jeden Freitag um 15 Uhr proben sie fleißig im Jugendraum des Paul-Gerhardt-Hauses – Torben Strassburger (13, Gitarre, Gesang), Max Fehlauer (12, Keyboard, Gesang), Julian Hirsch (12, Bass) und Jona Pies (13, Schlagzeug). Die vier Jungs haben sich nicht nur beim Sport kennengelernt, sondern in der Schule, besuchen alle das Gymnasium Hohenlimburg. Den Proberaum haben sie über das Presbyterium des Paul-Gerhardt-Hauses bekommen.

Vier musikbegeisterte Jugendliche, die vier verschiedene Instrumente spielen. Zufall? Nein, ein wenig haben sie nachgeholfen, der Wunsch, gemeinsam Musik zu machen, hat das Engagement gefördert. Während Torben Strassburger Gitarre gelernt hat, sieht es bei seinen Bandkollegen etwas anders aus, was die Instrumente betrifft. „Ich habe eigentlich gar kein Instrument gespielt“, sagt Jona Pies. Jetzt erhält er sogar Unterricht in der Rock & Pop Fabrik Letmathe bei Jan Zimmer (Luxuslärm). Julian Hirsch hat zuerst Gitarre gespielt und ist für die Band auf den Bass umgestiegen. „Kein Problem“, so der 13-Jährige. Den Quantensprung hat Max Fehlauer vollzogen. „Ich habe Kontrabass gespielt. Jetzt bin ich Keyboarder, Sänger und Songschreiber.“

Rock- und Pop-Musik

Die Musikrichtung ist schnell festgelegt – Rock und Pop. Aber „Four-Systems“ möchte nicht nur covern, sondern eigene Songs schreiben. „Darauf wollen wir uns konzentrieren“, sagt Jona Pies. Die Entscheidung auf einen Bandnamen hat etwas länger gedauert – zunächst taufen sie sich „The Bikers“. „Das passte nicht so wirklich. Vier Bandmitglieder, vier Instrumente, da haben wir uns für Four-Systems entschieden“, so Jona Pies.

Im Februar 2014 treffen sich die vier zum ersten Mal im Paul-Gerhardt-Haus, um zu proben. „Hat sich sehr bedürftig angehört“, sagt Torben Strassburger mit einem Schmunzeln. So geht es jeder Band beim ersten musikalischen Zusammentreffen, die Harmonie der einzelnen Instrumente muss sich einspielen. „Drei Songs können wir mittlerweile richtig gut.“ Darunter auch „Angels“ von Robbie Williams.

In den ersten 15 Minuten jeder Probe reden die vier Bandmitglieder über neue Songs, die sie einstudieren wollen. „Dann stellen wir fest, ob wir alle die kennen und ob die Instrumente dazu passen“, sagt Torben Strassburger. Danach hauen die Jungs in die Saiten, auf die Tasten und aufs Schlagzeug. Das musikalische Repertoire ist sicherlich noch ausbaufähig, daran arbeiten die vier Jungs. Doch für Auftritte reicht es schon. Premiere haben sie bei der Weihnachtsfeier des SC Berchum/Garenfeld auf der Bühne gestanden.

Zum ersten Mal stehen sie in der Garenfelder Mehrzweckhalle vor Publikum. „Wir waren unheimlich aufgeregt“, sagen die vier jungen Musiker unisono. Aber die Zuschauer sind begeistert von der jungen Nachwuchsband, klatschen Beifall, den sie sich auch redlich verdient haben – ein tolles Gefühl für die Jugendlichen. „Als wir zum dritten Mal auf die Bühne kamen, waren wir schon routinierter“, so die jungen Musiker. Insgesamt ist die Band über den ganzen Nachmittag nämlich dreimal aufgetreten.

Bandkasse „klingelt“

Immerhin hat es auch ein wenig Geld für die Bandkasse gegeben. Aber das wird keineswegs verjubelt, sondern in Equipment investiert. Die Band möchte einen gemeinsamen Workshop absolvieren, um sich musikalisch zu verbessern. Auch soll ein Mikrofon angeschafft werden, mit dem man auch Songs aufnehmen kann. „Gegen Sponsoren haben wir natürlich auch nichts einzuwenden“, sagt Torben Strassburger. Auch gegen Background-Sängerinnen würden sich die vier Jugendlichen nicht wehren.

Den nächsten Auftritt haben die „Four-Systems“ beim Schulkonzert des Gymnasiums Hohenlimburg am 7. Mai.

Buchungswünsche für Kurzauftritte oder interessierte Sponsoren wenden sich per E-mail an Ingo Strassburger. Mailadresse: ingo.strassburger@t-online.de