Tolaj und Co. wollen keine tröstenden Worte mehr hören

Hagen..  Es gab sie jedes mal, die lobenden und zugleich tröstenden Worte nach den Niederlagen der BG Hagen gegen die anderen Topteams der 1. Basketball-Regionalliga. Doch damit soll jetzt Schluss sein. „Es ist an der Zeit, dass wir auch mal ein Team aus der obersten Tabellenregion schlagen“, sagt Kosta Filippou. Konkret meint der BG-Trainer damit die Elephants Grevenbroich, die heute Abend um 20.15 Uhr zu Gast in der Otto-Densch-Halle sind.

Viele Statistiken der BG Hagen können sich durchaus sehen lassen. Eine stört die Korbjäger indes sehr: Fünf Niederlagen setzte es in fünf Spielen gegen die ersten Vier der Liga. Gegen Grevenbroich will man heute also zeigen, dass man nicht nur über weite Strecken mit den Besten mithalten, sondern sie auch schlagen kann. Allerdings sind die Gäste das zur Zeit stärkste Team einer ausgeglichenen Regionalliga. „Grevenbroich ist die Mannschaft, die es momentan zu schlagen gilt. Ihre Serie von neun gewonnenen Spielen in Folge ist beeindruckend“, zollt Kosta Filippou Respekt.

Dass der Tabellendritte derart stark ist, überrascht nicht unbedingt. Schließlich ist der Kader sehr üppig besetzt. „Mit Lange, Roberts und Kruchen hat Grevenbroich große und starke Spieler unter den Körben. Auf dem Flügel sind mit Zvinklys und Boksic athletische wurfstarke Jungs. Und auf den Guard-Positionen sind Hallgrimson, Larsen und Becker erfahrene sowie kluge Basketballer“, sagt Filippou. Den Rhythmus der Elefanten müsse man schon früh stören, so Filippou.

Für die BG spricht die Heimstärke gegen die Schlossstädter. „An den letzten Elephants-Sieg dort kann sich kein noch Lebender erinnern“, sagte Grevenbroichs Coach Hartmut Oehmen der Neuß-Grevenbroicher Zeitung. Hoffnung macht den Hagenern zudem die Bestbesetzung und die Leistung von Arber Tolaj in Euskirchen, wo der Guard letzte Woche 23 Punkte markierte. Bislang war der Phoenix-Doppellizenzler nicht die gewünschte Verstärkung. „Arber hat einen Lernprozess durchgemacht. Er weiß nun, wie stark die Regionalliga ist. Aber er gibt sich sehr viel Mühe und findet immer besser die Bindung an unser Spiel“, lobt Filippou. Der talentierte Shooting Guard soll nun „eine weitere Waffe“ der BG werden. Von tröstenden Worten hat auch Tolaj genug.