Titelkampf in Handball-Landesliga spannend

Handball-Landesliga: HSG Hohenlimburg - TV Schwitten
Handball-Landesliga: HSG Hohenlimburg - TV Schwitten
Foto: WP

Hohenlimburg..  Der Kampf um die Handball-Landesliga-Meisterschaft entwickelt sich immer mehr zu einem Duell, denn die beiden punktgleichen Spitzenreiter schüttelten am 12. Spieltag ihre bislang hartnäckigsten Verfolger ab. Während Halingen sich gegen Wellinghofen mit 30:26 durchsetzte, feierte die HSG Hohenlimburg einen 32:29 (16:12)-Erfolg über den Rangdritten TV Schwitten und vergrößerte die Distanz zum bisherigen Rangdritten damit auf satte sechs Punkte.

Die personellen Voraussetzungen ließen befürchten, dass die Hohenlimburger einen ganz schweren Stand haben würden, denn Tolksdorf war gar nicht einsatzfähig, ein weiteres Rückraum-Trio, nämlich Strohhammer, Goebels und Philipp Wittke, ging angeschlagen ins Rennen.

Stärkste Formation

Der TVS hingegen konnte bis auf Koerdt seine stärkste Formation aufbieten, denn auch der von der HSG gefürchtete Linkshänder Birk stand im Schwittener Aufgebot. Um so verblüffender der gute Start der Hausherren, die mit zwei Kontertoren durch Pallasch und Marks gleich Akzente setzten und trotz eines von Arlt vergebenen Strafwurf auf 7:4 davonzogen.

Und zur Freude des Großteils der über 200 Zuschauer führte der Vorjahres-Vizemeister nach 15 Minuten durch Güntner, der fortan für die Ausführung der ungewohnt zahlreichen Siebenmeter (insgesamt zwölf gab es für die HSG, nur vier für den Gast), sogar mit 10:5.

Grund genug für Schwittens Spielertrainer Tihomir Knez, nun selbst das Parkett zu betreten. Sofort stabilisierte sich das Angriffsspiel der Gäste, doch da die HSG zwei Unterzahltreffer erzielte, blieb der Vorsprung konstant. Und der letzte Treffer vor dem Seitenwechsel hätte spektakulärer nicht ausfallen können. Geislers Bogenpass hämmerte Arlt per Kempatrick zum 16:12 in die Maschen.

Bis zum 21:16 hatten die Hohenlimburger die Szenerie voll im Griff, doch dann leitete Knez einen TVS-Zwischenspurt ein, den er selbst zum 20:21 abschloss und auch in der Folgezeit jeden HSG-Treffer postwendend beantwortete.

Die Partie stand auf des Messers Schneide, aber die Hohenlimburger präsentierten sich nervenstark und wild entschlossen und setzten sich dank Güntner und Pallasch wieder ein wenig ab (29:26). Da neben Knez auch Rechtsaußen Meisterjahn einen starken Tag erwischt hatte, blieb es spannend, doch nur einmal kam der Gast zum 26:27 nahe heran, weil er mehrfach am ab der 45. Minute für Hering den HSG-Kasten hütenden Mang scheiterte und war endgültig besiegt, als „Kurzarbeiter“ Goebels zum 31:28 (59.) traf.

„Meine Mannschaft hat die erhoffte Reaktion auf die matte Leistung bei den Stadtmeisterschaften gezeigt und kämpferisch voll überzeugt“, lobte Chefcoach Sascha Simec die Einstellung seiner Schützlinge, sah aber im Hinblick auf den folgenden Auswärts-Doppelpack in Schalksmühle und Wellinghofen noch Steigerungsbedarf: „In Halbzeit eins haben wir zu viele Chancen ausgelassen, später ein paar technische Fehler zu viel gemacht.“

„Showdown“ am 28. Februar

Zum „Showdown“ der beiden punktgleichen Mannschaften an der Tabellenspitze Westfalia Halingen und HSG Hohenlimburg kommt es am 28. Februar. Am kommenden Samstag, 17. Februar, reist die Sieben von Trainer Sascha Simec zur Zweitvertretung der SG Schalksmühle/Halver. Spielbeginn ist um 17 Uhr in der Sporthalle Halver.