Titelfeier beim TuS Volmetal wird noch mal verschoben

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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Handball-Oberligist TuS Volmetal hat das Spitzenspiel gegen Verfolger TSG A-H Bielefeld mit 37:29 (16:15) deutlich gewonnen, doch die Feierlichkeiten zum Aufstieg in die 3. Liga konnten noch nicht stattfinden.

Hagen..  Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Handball-Oberligist TuS Volmetal hat das Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger TSG A-H Bielefeld vor mehr als 500 Zuschauern mit 37:29 (16:15) deutlich gewonnen, doch die Feierlichkeiten zum Aufstieg in die 3. Liga fielen aus. Spielverderber war der TuS Spenge, der bei der HSG Menden-Lendringsen mit 32:28 (15:13) gewann und am Samstag den Rückstand gegenüber dem TuS Volmetal im direkten Duell auf sechs Punkte verkürzen könnte. Doch die Meisterschaft wird man den Schützlingen von Trainer Stefan Neff auch dann bei drei verbleibenden Spielen wohl nicht mehr nehmen können.

Volmetals Vorstandsmitglied Dietmar Schliepkorte kam schon vor dem Spiel aus dem Staunen nicht heraus. „Ich kenne ja viele Zuschauer, doch heute waren viele Unbekannte dabei“, freute er sich über das riesige Interesse an diesem Spiel. Reinhard Jochheim, Tischtennis-Spitzenspieler vergangener Zeiten, hatte ebenso den Weg ins „Tollhaus“ Sporthalle Volmetal gefunden, wie der ehemalige Verbands-Spielwart Bruno Alberternst (Münster). Auch die Ehrung der Volmetaler B-Jugend zur Erringung der Kreismeisterschaft durch Kreisjugendwart Detlef Schiffke, passte in den Rahmen.

Die ersten 30 Minuten dieses Spiels endeten zwar mit einer knappen Führung der Hausherren, doch eine leichte spielerische Überlegenheit der Gäste war nicht zu übersehen. Währenddessen war der Spenger Vorsprung in Menden einigen Fans natürlich bereits bekannt. 15 Minuten vor Spielschluss machte der Spenger Sieg, von Hallensprecher Olaf Dolleske erst nach dem Schlusspfiff bekanntgegeben, seine Runde im Volmetal. Die Fans auf der Tribüne wurden leiser und erlebten in der 51. Minute beim 30:26 die schwere Knieverletzung des besten Bielefelder Werfers Phil Holland, der bis zu diesem Zeitpunkt acht Treffer erzielt hatte. Von diesem Ausfall erholten sich die Ostwestfalen nicht mehr.

Die Volmetaler drehten in der Schlussphase noch mal mächtig auf, die Fans feierten den sehenswerten 37. Treffer von Luca Sackmann per Kempa-Trick. Der große Meister-Jubel indes blieb noch aus. Den soll es nun in Spenge geben. „Schade, dass es zu Hause nicht zur Feier gereicht hat“, bedauerte Abteilungsleiter Andrè Blümel: „Jetzt fahren wir mit drei Bussen nach Spenge und hoffen, dort den letzten Punkt zu holen.“ Falls auch das nicht funktioniert, soll es eine Woche später im benachbarten Jöllenbeck klappen.

Volmetals Übungsleiter Stefan Neff fand viel Lob für seine Mannschaft. „Wie haben mit viel Druck und auch mit viel Tempo gespielt. Dem waren die Bielefelder im zweiten Abschnitt nicht gewachsen“, so Neff, der ein Sonderlob für die im Rückraum agierenden Silas Kaufmann, Dominik Domaschk und Niklas Polakovs parat hatte. Es war wohl eines der besten Spiele dieses Trios, das mit insgesamt 31 Treffern seine Quote jetzt auf 320 von 645 Volmetaler Toren erhöhte.

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