Teams im Tabellenkeller rücken eng zusammen
06.02.2012 | 18:24 Uhr 2012-02-06T18:24:00+0100
Hagen.Immerhin, der Ausklang des 20. Spieltags der Basketball-Bundesliga hielt für Phoenix Hagen keine weitere böse Überraschung bereit. Es hätte noch gefehlt, dass nach den Siegen von EnBW Ludwigsburg (82:57 gegen Frankfurt) und Walter Tigers Tübingen (79:57 in Bayreuth) mit TBB Trier auch der dritte Konkurrent im Abstiegskampf Aufwind bekommt. Doch der Tabellenvorletzte hielt die Partie bei Alba Berlin zwar bis fünf Minuten vor dem Ende offen, unterlag dann aber doch mit 61:73. Also letztlich genauso hoch wie Phoenix beim 76:88 nach zwischenzeitlich klarem Rückstand in Würzburg.
Trier fiel damit auf einen Abstiegsplatz zurück, doch im Tabellenkeller rückt alles enger zusammen, zum Elften BBC Bayreuth sind nur vier Zähler Distanz. „Ich hatte gedacht, Bayreuth und Frankfurt sind raus aus dem Abstiegskampf, doch dem ist offensichtlich nicht so“, erkannte Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann. Nur Schlusslicht BG Göttingen erscheint nach dem 78:101 bei Bayern München mit acht Punkten Rückstand schon abgeschlagen.
Die Hagener verzeichnen mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen einen Abwärtstrend, wobei Herkelmann auf den Spielplan verweist: „Alle haben in diesem Jahr schon machbare Aufgaben gegen direkte Konkurrenten gehabt, wir noch nicht.“ Wichtig wäre, dass man nach dem überraschenden Sieg in Bremerhaven wieder einen Favoriten schlage, am besten schon vor der danach folgenden Reise nach Trier am nächsten Sonntag daheim die EWE Baskets Oldenburg. „Die Niederlagenserie darf nicht zu lang und zu einem mentalen Problem werden“, sagt Herkelmann, „aber den nächsten beiden Wochenenden sehe ich optimistisch entgegen.“
Bis zum Spiel gegen Oldenburg läuft auch der erste Monats-Vertrag von Patrick Sparks, der nach seinem starken Debüt in Bremerhaven weder gegen die Artland Dragons noch in Würzburg überzeugen konnte. Die Notwendigkeit, erneut über eine Alternative nachzudenken, sieht Herkelmann indes nicht. „Im ersten Spiel nach so langer Pause knallt man durch die Decke, dann kommt ein Loch“, sagt er und wirbt um Geduld mit dem US-Spielmachern: „Spielern, die lange draußen waren, muss man etwas Zeit geben.“ Zumal gegen Würzburgs aggressive Pressdeckung auch die anderen Guards schlecht ausgesehen hätten: „Patrick hat schon gezeigt, dass er derjenige mit der ordnenden Hand sein kann, den wir brauchen.“
Personalwechsel sind deshalb eher bei der Konkurrenz zu erwarten. Etwa bei den Ludwigsburgern, wo der letztjährige Phoenix-Spieler Mark Dorris ausgerechnet gegen Ex-Kollege Jacob Burtschi und die Frankfurt Skyliners als achter und überzähliger Ausländer draußen bleiben musste. Hier steht der litauische Flügelcenter Donatas Zavackas, der schon im Dezember bei der Niederlage gegen Hagen einen Disput mit Trainer Steven Key hatte, vor einem Wechsel zum lettischen Meister VEF Riga
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