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Fußball-Bezirksliga

Talente mit Perspektiven sollen Herdeckern helfen

21.02.2012 | 18:09 Uhr
Talente mit Perspektiven sollen Herdeckern helfen
Alte Rivalen in der Bezirksliga sind TSG Herdecke (in weiß) und der TuS Wengern. Foto: Valentin Dornis

Hagen.(VD) Dank der steigenden Temperaturen und besser werdenden Platzverhältnisse können die Fußballer wieder verstärkt aktiv werden. Zeit für einen Ausblick, wie die vier heimischen Bezirksligisten in die am 18. März startende Rückserie gehen wollen. Teils eins befasst sich mit den „alteingesessenen“ TuS Wengern und TSG Herdecke:

TuS Wengern

„Wir sind fast nur gelaufen.“ So knapp lässt sich das Trainingsprogramm der letzten zwei Wochen beim TuS Wengern zusammenfassen. Trainer Martin Freitas hätte die Winterpause mit seinem Team, das auf Platz fünf überwintert, gerne anders genutzt. Trotzdem er ist mit Blick auf den Meisterschafts-Beginn Mitte März optimistisch: „Noch haben wir genug Zeit, um einiges aufzuholen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass das Wetter etwas wärmer bleibt.“

Die ersten Fortschritte konnte Freitas schon beim 2:0-Testspielsieg bei Viktoria Dortmund feststellen, nachdem man zuvor bei Landesligist VfL Schwerte mit 0:5 verloren hatte (Freitas: „Die Schwerter sind schon seit einem Monat wieder im Training, wir hatten nur ein Mal in der Halle mit dem Ball trainieren können“). Bei momentan drei bis vier Trainingseinheiten des TuS pro Woche sind auch zwei neue Gesichter dabei. Zum einen Benni Niepmann, der zu Beginn der Winterpause vom Liga-Rivalen TuS Esborn nach Wengern gewechselt war, und zum anderen Dennis Mathea. Der 18-jährige defensive Mittelfeldspieler kam von SF Oestrich und ist für Freitas ein Perspektivspieler: „Er kann auch noch in der A-Jugend antreten und hat großes Potenzial. Als Linksfuß ergänzt er unsere erste Mannschaft auf lange Sicht gesehen besonders gut.“

TSG Herdecke

Mit reichlich junger Verstärkung nach oben – das ist die Devise bei der TSG Herdecke in der Winterpause. Trainer Frank Henes stellte klar: „Wir müssen uns jetzt auf den Klassenerhalt konzentrieren. Um befreit aufspielen zu können, sollten wir daher in der Rückrunde so schnell wie möglich das Abstiegsgespenst loswerden.“ Bei den Neuverpflichtungen in der Pause habe man vor allem junge Spieler mit Perspektive geholt, um auch langfristig gestärkt in der Bezirksliga zu bleiben, erklärte Henes. Aber: „Sowas kann man natürlich schlecht planen. Wir werden sehen, inwiefern die Jungs einschlagen.“

Mit Denis Hasenbeck und Oskar Camara kamen zwei junge Talente aus der A-Jugend der Eintracht Dortmund. Außerdem können die Herdecker einen Rückkehrer willkommen heißen: Marco Rummenhohl kehrte vom Liga-Konkurrenten TuS Wengern zur TSG zurück. Mit Landesliga-Spieler Marcel Hölterhoff, der von Hagen 1911 zur Bleichstein-Elf kam, und Alexander Zimmer möchten die Herdecker in der Rückrunde die unteren Tabellenplätze verlassen. Trainer Henes sieht seine Jungs nach dem 3:2-Erfolg am Sonntag gegen den FSV Witten auf dem richtigen Weg, weiß aber auch: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Nicht nur im Bereich Fitness, sondern auch in der taktischen Aufstellung müssen wir uns noch verbessern. Die Neuen müssen ebenfalls eingearbeitet werden.“ Am Tabellenplatz sei schließlich zu erkennen, dass bisher nicht alles optimal abgestimmt war – die Herdecker überwintern auf Platz elf. „Aber wir haben ja noch fünf Wochen, um daran zu arbeiten“, so Henes. Und mit der Witterung habe es keine Probleme gegeben. Der Kunstrasen am Bleichstein sei gut zu bespielen gewesen, so dass auch bei Temperaturen von minus zehn Grad kein Training ausfallen musste.

Die Abgänge Dennis Erlemann (zum SSV Witten), Vedat Bingöl, Daniel Meli, Fidan Ibishi(alle mit unbekanntem Ziel) und Eugen Herzen, der seine aktive Karriere beendete, werden den Herdeckern in der Rückrunde allerdings fehlen.

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