SV 10 gewinnt Krimi nach Eigentor

Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - RW Hünsborn
Fußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 - RW Hünsborn
Foto: WP

Hohenlimburg..  Roman Reichel, Trainer des SV Hohenlimburg 1910, hat das Heimduell gegen RW Hünsborn als „Geduldsspiel“ prophezeit. Es war nicht nur das, sondern auch eine Zerreißprobe der Nervenstränge. Erst in der Nachspielzeit fiel der 2:1 (0:0)-Endstand für die Zehner – nach einem Eigentor.

Daniel Wäschenbach hieß der Hünsborner Unglücksrabe, der die Kugel in der dritten Minute der Zugabe in die eigenen Maschen donnerte. Nik Kunkel flankte die Kugel kurz vor den Torraum, der Klärungsversuch des Gastes landete im eigenen Netz.

Obwohl man so etwas keinem Fußballer wünscht, war der Sieg des SV Hohenlimburg 1910 am Ende nicht unverdient. Jedoch begannen die Platzherren katastrophal. „Wir haben ohne Druck Bälle verloren, die Pässe in den Fuß des Gegners gespielt“, so Roman Reichel. „Da müssen wir uns bei Torwart Nils Langwald bedanken, dass er uns im Spiel gehalten hat.“

In Halbzeit zwei sahen die Zuschauer eine völlig andere Hohenlimburger Mannschaft auf dem Grün. Jeder wollte seinem Mitspieler helfen, alle wollten die drei Punkte. „Das haben sich die Jungs mit der Zeit erarbeitet. Aber für Herzkranke war das Spiel nichts“, so Reichel.

Großtat von Langwald

Gleich nach sechs Minuten verhinderte Nils Langwald mit einer Großtat den Rückstand nach einem Schuss von Sebastian Braas, in den Minuten 14 und 19 war Langwald gegen Marius Uebach und Stefan Hatzfeld erneut der Sieger. Über ein 0:3 hätte sich der SV 1910 nicht beschweren dürfen, es passte einfach nichts.

So musste Roman Reichel nach einer halben Stunde reagieren und verstärkte die defensive Reihe mit Phillip Winkler und Kai Forin. Die Maßnahme fruchtete auf Anhieb, denn das Blatt wendete sich langsam. Hünsborn kam nicht mehr gefährlich in den „Vorgarten“ von Nils Langwald.

Als dann nach Seitenwechsel auch noch Nik Kunkel in die Begegnung kam, dominierten die Platzherren die Partie, überzeugten mit Herz und kämpferischem Einsatz. Nach einer Stunde erreichte eine „Zuckersahneflanke“ Nik Kunkels von der linken Seite den Schädel des hereinstürmenden David Kerefidis am zweiten Pfosten, der das Leder zum 1:0 einnickte. Die Zehner schienen noch im Freudentaumel zu sein, denn postwendend markierte Sebastian Braas aus einem „Gestochere“ den Ausgleich.

SV 10 drängt auf Siegtreffer

Von hängenden Köpfen war beim SV 1910 aber nichts zu sehen – im Gegenteil. Sie drängten auf den Siegtreffer. Kunkel traf aus der Bedrängnis vor dem Tor ein Abwehrbein (75.), Robin Tech scheiterte mit einem Kopfball (83.). Erst nach der unfreiwilligen Hilfe von Daniel Wäschenbach durfte der SV 1910 jubeln.

SV 1910:Langwald, Nezir, Asmus, Rrusta (29. Winkler), Kerefidis, Davulcu, Kowalczyk (46. Kunkel), Schürholz (31. Schürholz), Tech, Scichilone, Ribeiro. Schiedsrichter: Lars Bramkamp (Hattingen). Tore: 1:0 David Kerefidis (60.), 1:1 Sebastian Braas (62.), 2:1 Daniel Wäschenbach (90.+3/Eigentor). Zuschauer: 100.

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