Stürzekarn verlässt TuS Wengern nach Abstieg

Niedergeschlagen nach dem 2:5 gegen Bommern: der TuS Wengern will die Saison trotzdem anständig beenden.
Niedergeschlagen nach dem 2:5 gegen Bommern: der TuS Wengern will die Saison trotzdem anständig beenden.
Foto: Valentin Dornis
Was wir bereits wissen
Der TuS Wengern atmet nach dem Abstieg einmal tief durch und sortiert sich nun für die Zukunft. Und das auf jeden Fall ohne Trainer Kevin Stürzekarn.

Wetter..  Die Saison ist zwar noch nicht vorbei, doch für den TuS Wengern steht schon seit dem vergangenen Wochenende fest: Die Mannschaft steigt aus der Fußball-Bezirksliga ab. Die Verantwortlichen auf dem Brasberg können schon für die Kreisliga A planen.

Nach der 2:5-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten SV Bommern am vergangenen Wochenende war die Stimmung auf dem Brasberg bedrückt. „Wir haben alles gegeben, um den Klassenerhalt zu sichern. Deshalb ist es umso trauriger, dass es nicht gereicht hat“, sagte Spielertrainer Kevin Stürzekarn. Doch klar war auch: Die letzten beiden Spiele sollen noch engagiert angegangen werden. Schließlich geht es nicht nur darum, sich vernünftig aus der Liga zu verabschieden - an diesem Wochenende geht es gegen die SpVg Hagen 1911. „Wir wollen uns keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen“, so Stürzekarn.

Die Verantwortlichen des TuS Wengern hielten sich bis zuletzt mit Planungen für die nächsten Monate zurück. „Für uns war klar, dass wir erst einmal alle gemeinsam am Klassenerhalt arbeiten“, sagt der Sportliche Leiter Christian Hagemann. Am kommenden Donnerstag soll es aber ein Treffen der Fußballabteilung geben, in der unter anderem erste personelle Veränderungen besprochen werden sollen. „Danach werden wir alles Wichtige offiziell bekannt geben“, so Hagemann. Es deutet sich an, dass nicht alle Spieler den Weg in die Kreisliga mitgehen wollen.

Eine wichtige Personalie steht außerdem bereits fest: Spielertrainer Kevin Stürzekarn wird den Verein nach dieser Saison verlassen. „Für mich geht damit eine lange, schöne Zeit in diesem Verein zu Ende“, sagt er und fügt hinzu: „Ob oder wie es für mich im Fußball weitergeht, weiß ich noch nicht.“ Der 30-Jährige war in der B-Jugend zum TuS Wengern gekommen und spielte später mit der ersten Mannschaft erst in der Landesliga, dann in der Bezirksliga und übernahm im Laufe dieser Saison schließlich den Posten als Spielertrainer.

Ab dem 1. Juli rückt Christian Hagemann dann auf dem Trainerposten. Auf ihn wartet in der Kreisliga eine schwierige Aufgabe: „Es gibt dort sicher vier bis fünf Mannschaften, die vom Kader her auch in der Bezirksliga spielen könnten“, sagt er. „Wir müssen also auf jeden Fall eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, um überhaupt eine Chance auf den Wiederaufstieg zu haben.“

Allerdings verfüge der TuS Wengern nicht über die teilweise immensen finanziellen Mittel der Konkurrenz. Deshalb soll die Jugend noch stärker in die Arbeit der ersten Mannschaft eingebunden werden. „Wir wollen zum Beispiel Spieler, die in der Jugend gute Leistungen zeigen, auch öfter mit der ersten Mannschaft trainieren lassen“, kündigt Hagemann an. So sollen sich die Spieler besser kennen lernen und sich an die Trainingsmethoden gewöhnen.

Mit erfolgreicher Jugendarbeit kennt sich Hagemann aus: Mit der U19 des TuS Ennepetal feierte er zwei Aufstiege. Später stieg er auch mit den Herren des VfL Gevelsberg mehrfach auf. Von den Erfolgen der Vergangenheit will er sich aber nicht unter Druck setzen lassen: „Für Wengern ist es jetzt erstmal wichtig, den Rückschlag mit dem Abstieg zu verkraften und die Gemeinschaft im Verein zu stärken.“