Stefan Wildförster: „Hinspielerfolg macht Mut“

Hagen. Sie wollen sich die Reserve vom Soester TV, die zurzeit auf dem ersten Abstiegsplatz rangiert, vom Leib halten. Dafür müssen die Landesliga-Handballer vom VfL Eintracht Hagen III aber zwingend gegen Liga-Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel morgen Abend (19.30 Uhr, Halle Mittelstadt) gewinnen. Doch die Eintrachtler sind gewarnt: Im Hinspiel setzten sich die Wetteraner mit 31:30 durch. Verlieren die Grün-Gelben auch das Rückspiel, dann könnten die Soester nach Punkten gleichziehen, blieben aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs aber hinter dem VfL. Die HSG Hohenlimburg gastiert morgen beim VfS 59 Warstein (19.45 Uhr, Freifachsporthalle), erst am Sonntag spielt die Reserve vom TuS Volmetal bei der HSG Schwerte/Westhofen (17 Uhr, Sporthalle Friedrich-Bährens-Gymnasium).

Für Eintracht-Trainer Andreas Kuno sind zwei Szenarien vorstellbar: Entweder haben die Grundschöttler - seit letzter Woche steht ihr Abstieg fest - mit der Saison abgeschlossen und ergeben sich in ihrem Schicksal. Oder, und das scheint ihm wahrscheinlicher, die Gäste wollen seine Jungs noch mal richtig ärgern. „Wir müssen Wetter dazu bringen, dass sie keinen Bock mehr haben“, fordert Hagens Trainer, der wohl erst heute Abend erfahren wird, welches Personal ihm zur Verfügung steht. Philipp Kowalski, Jörn Ilper und Michael Wulf sind auch Kandidaten für die Grün-Gelbe Reserve, möglicherweise spielen sie aber auch im Landesliga-Team. Die Spielidee bleibt trotz der personellen Fragezeichen unverändert: Hinten kompakt stehen und vorne leichte Tore erzielen.

Volmetal II fehlt noch ein Zähler

„Der Hinspielerfolg macht Mut und ist Motivation“, sagt Wetters Trainer Stefan Wildförster, „wir sind zwar abgestiegen, wollen uns am Ende aber nichts nachsagen lassen.“ Neben Wetters Coach, der aus privaten Gründen nicht an der Linie stehen wird, fehlt der HSG auch Marcel Handge. Dafür hat Kai Reuter seine Rotsperre abgesessen.

Der Volmetaler Reserve fehlt noch ein Pünktchen, dann ist ihr auch rechnerisch der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen. Gewarnt sind sie vor dem Schwerter Tempospiel um Alex Denisov, vor Rückraumspieler Niko Paukstadt und vor der unangenehmen, weil sehr offensiven Abwehrausrichtung der Gastgeber. „Wir müssen daher das Laufspiel ohne Ball forcieren“, fordert TuS-Trainer Jörg Bouwain. Läuft alles nach Plan, dann könnte Volmetals erste Mannschaft morgen den Aufstieg in die dritte Liga feiern - und ihre Reserve am Sonntag den Klassenerhalt.