Sportlicher Jahreswechsel hat lange Tradition

Start des Silvesterlaufs in Werl.
Start des Silvesterlaufs in Werl.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Sportler aus Wetter und Herdecke nutzen den Silvesterlauf von Werl nach Soest traditionell für einen sportlichen Jahreswechsel.

Ennepe-Ruhr/Soest..  Der 33. Silvesterlauf von Werl nach Soest sorgte für breite Begeisterung im Teilnehmerfeld. Zahlreiche Läufer aus Wetter und Herdecke gingen am 31. Dezember in Werl an den Start, und mit ihnen knapp 6000 Gleichgesinnte. Zwar wurde damit die Rekordmarke von 8262 aus dem Jahr 2004 deutlich verpasst, doch die Stimmung war herausragend.

„Richtig toll“ fand Jörg Ahlert de Graat von der TSV Herdecke, der gleich mit 14 Sportlern an der Großveranstaltung teilnahm. „Für mich war es der sechste oder siebte Start in Werl. Es ist für mich Tradition, das Jahr sportlich zu beenden“, so Ahlert de Graat.

Die 14 TSV-Läufer hatten in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Lauftreff Ende einen Bus gemietet und sich in großer Gruppe auf den Weg zum Startort gemacht. „Ich habe auf der alten B1 noch nie so viele Läufer gesehen. Aber auch in den Städten warteten viele Zuschauer an der Strecke, die die Läufer kräftig anfeuerten. Der Marktplatz in Soest war richtig voll“, berichtete der TSV-Läufer voller Begeisterung. Es herrschten bei dem Lauf drei bis vier Grad. „Ich war fast noch zu warm angezogen. Als Läufer ist man ja in Bewegung, da merkt man die Kälte gar nicht. Ich hatte mich auf Regen eingestellt, daher auch die warme Kleidung. Zum Glück ist es dann nach anfänglichem Nieselregen aber doch trocken geblieben. Drei Grad minus und Ostwind wären schlecht gewesen. Aber der Wind kam aus Westen“, meinte Jörg Ahlert de Graat.

Gute Bedingungen

Drei Läufer vom Lauftreff Ende waren am Start. Bereits zum neunten Malt startete Oliver Marchill. Auch für Horst Polakovs ist der Silvesterlauf ein fester Termin im Jahreskalender. Zum ersten Mal vom Lauftreff dabei war Achim Tenbusch. „Alle drei Starter vom Lauftreff Ende sind unter die ersten tausend gekommen. Das ist bei dem großen Starterfeld schon eine gute Leitung“, meinte Polakovs. „Traditionell buchen wir den Bus mit der TSV Herdecke gemeinsam und dann genießen wir die Jahresabschlussveranstaltung zusammen.“

Polakovs weiter:„Die Bedingungen waren in diesem Jahr gut. Der Wind war nicht so schlimm wie sonst, wenn er über die offenen Acker fegt. Und in den kleinen Dörfern war der Teufel los. Da merkt man dann schon, dass es der größte Silvesterlauf in Deutschland ist.“

Eine weit größere Abteilung des Lauftreffs war bereits in diesem Jahr sportlich: 25 Mitglieder trafen sich am 1. Januar zur Neujahrswanderung. „Wir haben das nun zum zweiten Mal gemacht. Das könnte eine schöne Tradition werden. Wenn von 75 Mitgliedern 25 mitmachen, dann ist das schon eine gute Zahl“, findet Dieter Bolte vom Lauftreff. Eine gute Stunde waren die Läufer im Alter zwischen dreieinhalb und 77 Jahren durch den Scheder Wald unterwegs.