Spenner muss sich beim Weltcup beweisen

Herdecke/Duisburg..  Beim Weltcup in Duisburg an diesem Wochenende sind für die deutsche Kanu-Flotte mit Kai Spenner neben einer Standortbestimmung auch die verbandsinternen Duelle von Bedeutung. Denn für die Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes geht es in die nächste Runde auf dem langen Weg zur WM in Mailand. Nach dem Weltcup auf der Duisburger Wedau an diesem Wochenende steht schon nächste Woche der Weltcup in Kopenhagen/Dänemark an.

Spenners Ziel: Weltmeisterschaft

Mit im 36 Teilnehmer großen deutschen Nationalteam für Duisburg steht auch der Herdecker Kai Spenner, der seinem großen Ziel „Weltmeisterschaft“ schon jetzt ein entscheidendes Stück näher kommen möchte. Neben einer internationalen Standortbestimmung geht es am Wochenende auch darum: Wer kann sich als das beste deutsche Boot präsentieren und dabei eine internationale Top-Leistung zeigen? Insgesamt haben 53 Nationen mit 650 Sportlern ihre Meldung abgegeben. Alles, was Rang und Namen hat, ist auf der Wedau am Start.

Mit großer Spannung erwartet wird aus deutscher Sicht das Abschneiden der neuformierten Großboote im Damen- und Herrenbereich, den Sorgenkindern des Vorjahres. Dies betrifft auch Kai Spenner, der in einem Viererkajak sitzt – gemeinsam mit Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen). An den Start werden aber zwei deutsche Flaggschiffe gehen. Im Konkurrenzboot sitzen neben Gordon Harbrecht (Neubrandenburg) und Felix Landes (Neckarsulm) auch die beiden Essener Partner David Schmude und Fabian Kux – die beide laut Bundestrainer Arndt Hanisch mit guten Trainingsleistungen aufwarten konnten. Da darf man durchaus gespannt sein, wie diese Leistungen nun im internationalen Wettkampf umgesetzt werden können.

Bis diese beiden Vierer-Formationen standen, gab es im Vorfeld der Vorbereitung jedenfalls noch so manche Umbesetzung. „Es macht auf jeden Fall wieder richtig Spaß, dabei zu sein. Wir haben die Woche gut genutzt, das schwierige Vorhaben umzusetzen, zwei Vierer zu bilden. Alle haben sich auf hohem Niveau ins Zeug gelegt“, zeigte sich Kai Spenner zufrieden. „Die Entscheidung hätte keiner von uns den Trainern gerne abgenommen. Jetzt müssen wir alle zeigen, wie es im Wettkampf läuft.“ Gerade bei den Herren-Vierern wird die Entscheidung über den schlagkräftigsten Viererkajak erst nach dem nächsten Weltcup in Kopenhagen gefällt.

Start am Samstag, Finale am Sonntag

Erster Einsatz von Kai Spenner mit dem Vierer ist am Samstagnachmittag. Dann stehen drei Vorläufe an, aus denen jeweils das erste Boot direkt ins Finale einzieht. Die dann anstehenden Halbfinals werden ebenfalls noch am Samstag gestartet; das wichtige Finale findet dann am Sonntag statt.

„Es geht an diesem Wochenende schon um viel, eigentlich ums Ganze. Haut rein“, gab der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko der Flotte markige Worte mit auf den Weg – die natürlich auch für die beiden Herren-Vierer und Kai Spenner gelten.