Spenner hat keine Erklärung

Baku/Herdecke..  Die erstmals ausgetragenen Europaspiele standen für den Herdecker Kanuten Kai Spenner (Bild) unter keinem guten Stern. Er verpasste mit seinen Mitstreitern im deutschen Viererkajak über 1000 Meter das Finale. „Wir können uns das bisher noch nicht erklären. Da müssen wir uns in Ruhe an einen Tisch setzen und das ganze analysieren. Im Vergleich zu den Weltcups war hier der Abstand einfach viel zu groß. Natürlich ist jetzt jeder enttäuscht, was aber nicht von Dauer sein darf. Wir wissen, dass wir mehr drauf haben“, kommentierte Kai Spenner mit etwas Abstand die Rennen in Baku (Aserbaidschan).

Für ihn und seine drei Mitfahrer Martin Schubert, Kostja Stroinski und Lukas Reuschenbach ging es darum, sich im 1000-Meter-Viererkajak erneut zu beweisen und an die durchaus optimistisch stimmenden Resultate der beiden vergangenen Weltcups anzuknüpfen. Denn da belegte das Quartett in Duisburg den vierten Platz; in Kopenhagen standen Spenner & Co. sogar oben auf dem Treppchen.

Doch in Baku wollte dies nicht gelingen. Auch die Tatsache, dass aufgrund eines Schadens am geplanten Boot noch ein anderes Modell gefahren werden musste, wollte keiner der Vier als Ausrede gelten lassen.

Trainer will Konsequenzen noch überdenken

Nach dem verheißungsvollen Start in die internationale Saison deutete Chef-Bundestrainer Reiner Kießler an, dass sich der Verband für den Herrenvierer „wohl noch etwas überlegen werden müsse“. Für Kai Spenner, Martin Schubert, Kostja Stroinski und Lukas Reuschenbach bleiben somit nun die Beratungen der Trainer und der Verbandsspitze abzuwarten, welche Konsequenzen dieses Ergebnis nach sich zieht.