Spenner gewinnt Gold beim Weltcup

Kopenhagen..  Nur eine Woche nach dem „Heim-Weltcup“ in Duisburg ging es am vergangenen Wochenende für die deutsche Kanu-Flotte an den Bagsvardsee von Kopenhagen zum nächsten Weltcup. Von dem sich Chef-Bundestrainer Reiner Kießler „weitere wichtige Erkenntnisse insbesondere im Hinblick auf die Großboote“ wie den 1.000-Meter-Viererkajak der Herren erhoffte.

Davon betroffen war wie schon in Duisburg auch das Herdecker Kanu-Ass Kai Spenner, der erneut mit Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen) antrat. Und dies nicht nur gegen die internationale Konkurrenz, sondern ein weiteres Mal auch gegen den zweiten deutschen Vierer.

In Duisburg hatte der Vierer mit Kai Spenner als Vierter vor dem verbandsinternen Konkurrenzboot als Achter gelegen. Wie vor einer Woche erreichten beide Verbandsvierer in Kopenhagen das Finale und lagen auf den Bahnen fünf und sechs im Endlauf dann auch noch direkt nebeneinander; auf Bahn vier lag mit Australien eine als sehr stark einzuschätzende internationale Konkurrenz. Im Finale waren es dann auch diese drei Boote, die das Rennen bestimmten. Und es kam unter großem Beifall der begeisterten Zuschauer zu einem Wimpernschlag-Zieleinlauf der Extraklasse. Am Ende konnte Kai Spenner mit seinem Vierer jubeln, Australien wurde Zweiter und der zweite Deutschland-Vierer erreichte Rang drei.

Der Druck war groß

Kai Spenner zeigte sich anschließend erleichtert: „Es ist schön, dass die Anspannung nun gerade nachlässt; der Druck war schon sehr groß. Nun haben wir zwei gute internationale Rennen gefahren und zweimal vor der eigenen Konkurrenz gelegen, auch wenn es hier knapp war.“ Eine Empfehlung in Richtung Bundestrainer abzugeben, war das große Ziel. Ein Vorhaben, das gelungen ist. Denn das Quartett um Kai Spenner ist nun weiter im Rennen um die WM-Teilnahme dabei. Und gehört zu dem Team, das schon Mitte diesen Monats bei den „Europäischen Spielen“ in Baku (Aserbaidschan) an den Start geht. „Es passt derzeit alles; die Zeiten sind besser als im Vorjahr und auch die Stimmung ist super“, so Spenner.