„So etwas wird man nie vergessen“

Baku/Herdecke..  Anna-Lena Frömming befindet sich derzeit mit rund 300 weiteren deutschen Athleten in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Dort will das Herdecker Taekwondo-Talent bei den ersten Europaspielen eine Medaille in der Klasse -57 kg gewinnen .


Wie gefällt es Ihnen im weit entfernten Baku?
Anna-Lena Frömming: Die Atmosphäre in dem Dorf, in dem alle Sportler wohnen, gefällt mir gut. Vor allem, dass wie deutschen Sportler alle in einem Haus wohnen. Es ist schön, dass man sich mal mit anderen Athleten unterhalten kann. Ich bin stolz, dass ich hier sein darf, und Deutschland bei den Europaspielen vertreten kann. Meine Zimmerpartnerin und ich haben schon bei vielen Wettkämpfen wie Ringen und Volleyball zugeguckt.


Gab es schon einen Höhepunkt?
Ein Highlight war die Eröffnungsfeier. Das war eine wahnsinnige Atmosphäre im Stadion. Ich habe Gänsehaut bekommen, als ich mit allen Sportlern eingelaufen bin. Es war auch schön zu sehen, wie die Halle gefeiert hat, als die Sportler aus Aserbaidschan eingelaufen sind. So etwas wird man nie wieder vergessen.


Nun beginnt für Sie das Turnier. Was sind Ihre Ziele?
Ich freue mich und fühle mich fit. Mein Ziel ist natürlich eine Medaille zu gewinnen. Ich kann viel erreichen, ich habe hart trainiert. Jeder weiß, dass ich gut drauf bin. Und wenn alles passt, dann kann alles passieren.


Verspüren Sie Erwartungsdruck?
Ich versuche nicht jede Minute daran zu denken, was wäre wenn. Ich genieße hier lieber die Zeit mit den ganzen deutschen Sportler.


Wie gefällt Ihnen denn in Aserbaidschan – und vor allem Baku?
Baku hat sich sehr verändert. Alle haben sich viel Mühe gegeben. Die Stadt ist geschmückt, an jeder Ecke findet man etwas über die Europaspiele. Das Land Aserbaidschan fiebert mit. Nicht so wie in Deutschland, da weiß kaum jemand etwas über die Europaspiele. Für uns Sportler ist es schade, dass in Deutschland kaum Werbung dafür gemacht wird.