Simec-Sieben muss gegen Schwitten topfit sein

Handball, Landesliga: HSG Hohenlimburg - VfS Warstein
Handball, Landesliga: HSG Hohenlimburg - VfS Warstein
Foto: WP

Hohenlimburg..  Normalerweise tummeln sich am Heimspieltag der HSG Hohenlimburg eine ganze Armada von Handball-Mannschaften. So war es ja auch vergangene Woche bei den Hagener Stadtmeisterschaften, bei denen der Landesliga-Tabellenzweite sich hinter der Eintracht-Hagen-Reserve und Bezirksligist GW Emst mit Rang drei begnügen musste und eine insgesamt enttäuschende Vorstellung ablieferte. Zum Meisterschaftsstart ins neue Jahr aber gibt es keine Vorspiele unterklassiger Teams, haben sowohl die Damen als auch die auf Kreisebene aktiven Herren wegen der kleineren Gruppen noch spielfrei, konzentriert sich alles auf das um 19 Uhr in der Rundturnhalle beginnende Spitzenspiel gegen den Rangdritten TV Schwitten.

Keine Verletzung riskieren

Dessen Generalprobe ist auch ziemlich in die Hose gegangen, denn im Kreispokal-Viertelfinale gab es eine deftige 19:37-Niederlage beim nur mit halber erster Mannschaft angetretenen Verbandsliga-Tabellenführer HTV Sundwig-Westig, der wie die HSG-Nachbarn aus Lössel und Letmathe sowie der TV Neheim die Vorschlussrunde erreichte. Offenbar wollte der TVS nur ein wenig in den Spielrhythmus kommen, aber auf keinen Fall eine neue Verletzung (Stefan Koerdt fällt ja lange aus, Linkshänder Tobias Birk ist gerade auf dem Weg ins Team zurück) riskieren.

„Selbst wenn Birk noch nicht fit sein sollte, ist das eine ganz gefährliche Mannschaft mit hohen individuellen Fähigkeiten“, zollt HSG-Coach Sascha Simec dem Ex-Verbandsligisten hohen Respekt, denn Sven Becker gilt als einer der besten Linksaußen der Liga. Auch Torsten Becker und Nico Löbbecke sind starke Schützen, die von der nach wie vor überragenden Vorarbeit von Spielertrainer Tihomir Knez profitieren.

Wittke-Brüder laufen auf

Die Hohenlimburger müssen also topfit sein, um diesen ersten „Ausscheidungskampf“ (zum Hinrundenausklang wartet Schalksmühle II, dann geht es nach Wellinghofen) für sich zu entscheiden. Doch davon ist die Mannschaft weit entfernt. Philipp Wittke kehrte mit einer Grippe aus seinem Skiurlaub zurück, sein Bruder Bogdan erlitt eine Rippenprellung – was die beiden HSG-Spielführer aber nicht hindern wird, ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen und aufzulaufen. Insbesondere, weil es hinter der Einsatzfähigkeit von Niklas Strohhammer (Pferdekuss) und dem weiter an einer Fersenverletzung laborierenden Dario Goebels dicke Fragzeichen gibt. Was Simec trotzdem zuversichtlich stimmt, ist neben der guten Verfassung von Allrounder Sebastian Marks, der letzten Samstag kämpferisch herausragte, die interne Selbstkritik nach den matten Auftritten beim Turnier: „Die Jungs haben klar geäußert, dass sie Schrott gespielt haben und brennen auf Wiedergutmachung. Jeder weiß, dass er sich gewaltig steigern muss, damit wir unseren Heimvorteil nutzen können.“