Simec-Sieben geht als Liga-Primus in Heimspiel

Handball, Landesliga: SG Schalksmühle-Halver - HSG Hohenlimburg
Handball, Landesliga: SG Schalksmühle-Halver - HSG Hohenlimburg
Foto: WP

Hohenlimburg..  Was für ein kurioser Rückrundenstart für die Handball-Landesliga-Männer der HSG Hohenlimburg. Erst die 50 Minuten in Wellinghofen auf höchstem Niveau, die trotz des Fehlens von Goebels und Geisler eine 25:16-Führung bescherten. Dann der plötzliche Spielabbruch durch die Schiedsrichter wegen einer feuchten Stelle auf dem Parkett, was die Gäste ziemlich auf die Palme brachte.

Mittendrin im Tohuwabohu der derzeitige TuS-Coach und künftige Hohenlimburger Damentrainer Henning Becker, der die Gemüter mit der Aussage beruhigte, man werde auf eine Neuansetzung verzichten. Gesagt, getan – Staffelleiter Hilmar Schöler blieb zwar gar nichts anders übrig, als die Partie im ersten Schritt neu anzusetzen, aber unmittelbar danach wertete er das Match mit 2:0-Punkten ohne Tor für die HSG. Konsequenz: Die Hohenlimburger gehen, da der bisherige Spitzenreiter aus Halingen sein Match in Arnsberg erst am 28. März austrägt, als Tabellenführer in das heute um 19 Uhr steigende Derby gegen Aufsteiger TuS Volmetal II in der Rundturnhalle.

Flüssige Kombinationen

„Das war noch besser als in Schalksmühle. Das Ergebnis drückt ja unsere Überlegenheit nur bedingt aus“, kommentierte HSG-Coach Sascha Simec den letztlich also die erhofften Punkte bescherenden Galaauftritt. Dank der überragenden Abwehrarbeit und der flüssigen Kombinationen wurden Torchancen satt herausgearbeitet, standen jedoch vier vergebene Strafwürfe und sogar zwölf ausgelassene Gegenstöße auf dem Spielblock von Torwart-Trainer Thomas Strohhammer. „Derzeit ist tatsächlich nur die schlechte Chancenverwertung unser Problem. Da müssen wir uns im Hinblick auf die noch hohen Auswärtshürden unbedingt verbessern. Ansonsten bin ich mehr als zufrieden“, lautet Simecs Bestandsaufnahme.

Er betont aber auch: „Gerade gegen Teams der unteren Tabellenhälfte haben wir uns oft schwer getan. Wenn wir nur fünf Prozent nachlassen, kann es selbst gegen unsere Nachbarn aus Volmetal gefährlich werden.“

Die Favoritenrolle der Hohenlimburger ist gegen die TuS-Zweite, die nach neun Niederlagen am Stück zuletzt im Kellerduell gegen Soest II mit 38:31 aufhorchen ließen, unbestritten, auch wenn Simec erneut große Aufstellungssorgen hat. Neben Goebels und Geisler mussten nämlich auch Arlt (hatte hohes Fieber) sowie die erkälteten Pallasch und Bogdan Wittke im Training passen, ist unter diesen Umständen das Konzept des Tempohandballs kaum durchzusetzen.

HSG-Frauen gegen Witten

Um 17.15 Uhr zwängen sich die Landesliga-Frauen zwischen den Herrenbetrieb und bekommen es mit dem Drittletzten ETSV Witten II zu tun. „Das ist eine lösbare Aufgabe, das Ziel ist ganz klar, die beiden Punkte einzufahren“, meint Interims-Coach Rolf Funke, dem die letztwöchige Spielabsage gegen Bommern durchaus gelegen kam, weil ja einige Spielerinnen erkrankt waren. In Witten hatte die HSG mit 26:19 gewonnen, zudem sind die jüngsten ETSV-Ergebnisse nicht dazu angetan, Angst und Schrecken zu verbreiten.

„Wir schauen zwar nicht mehr auf die Tabelle, haben andere Wertigkeiten wie die individuelle Weiterentwicklung und Steigerung des Teamgeistes, aber Siege machen die Arbeit leichter und angenehmer“, hofft Rolf Funke, dass Form und Spielfreude ausreichen, um den Abstiegskandidaten auf Distanz zu halten.