Silvester fast auf der Autobahn

Bei der Premiere in der Vorsaison war Phoenix Hagen dabei, die erste Silvesterpartie der Basketball-Bundesliga führte das Team von Trainer Ingo Freyer zu Alba Berlin. Doch das Spiel in der O2-World fand mittags statt, rechtzeitig zur Silvester-Party waren die Hagener wieder in Hagen. Auch weil sie mit der Bahn fuhren. War dieses Spiel am 31. Dezember 2013 eine Ausnahme, so waren die letzten beiden Tage des Jahres 2014 als regulärer Spieltermin vorgesehen. Und Neuling Crailsheim Merlin wählte nun den Silvestertag, um da die Telekom Baskets Bonn zu empfangen.

Was bei den Gästen für einigen Verdruss sorgte. Angesichts der Hochball-Zeit um 17 Uhr und der 350 Kilometer weiten Rückfahrt fürchteten sie, den Jahreswechsel auf der Autobahn zu verbringen. Und versuchten seit September mehrfach, die Merlins zur zeitlichen Vorverlegung zu bewegen. Was der Aufsteiger mit Verweis auf die zum Hallen-Aufbau notwendigen Ehrenamtlichen allerdings verweigerte. „Wenn nichts dazwischenkommt, sind die Baskets doch rechtzeitig zu Hause“, erklärte Merlins-Geschäftsführer Martin Romig nun. Eine erstaunliche Aussage vor dem Hintergrund, dass gerade die Crailsheimer es im Schnee-Chaos wenige Tage zuvor nicht nur nicht rechtzeitig, sondern überhaupt nicht zum Spiel nach Hagen geschafft hatten.

Die Bonner dagegen reisten bereits tags zuvor nach Crailsheim, mit einigen Kisten Bier zum Anstoßen aufs neue Jahr im Bus. Und gaben die Antwort auf dem Parkett - mit einem hauchdünnen 90:87-Sieg. Vor Mitternacht nach Bonn zurück haben sie es übrigens auch noch geschafft. Was gerade Trainer Mathias Fischer freute, so konnte er auch noch mit seiner Frau Geburtstag feiern. . . Axel Gaiser