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Silvester-Analyse der Phoenix-Niederlage

01.01.2013 | 21:31 Uhr
Silvester-Analyse der Phoenix-Niederlage
Zumindest eine Heim-Winterpause kommt: In der Enervie Arena steht im Januar kein einziges Phoenix-Heimspiel an.Foto:Michael Kleinrensing.

Hagen. Im Erfolgsfall hätten die Bundesliga-Basketballer von Phoenix Hagen einen freien Silvestertag gehabt. Nach der 101:103-Niederlage am Abend zuvor gegen die Telekom Baskets Bonn setzte Trainer Ingo Freyer allerdings eine Zusammenkunft am Montagmittag an. Videoanalye der am Ende unnötig aus der Hand gegebenen Partie stand auf dem Programm. Der ­Phoenix-Coach wollte das Misserfolgserlebnis nicht unkommentiert mit ins neue Jahr nehmen.

„Ich finde es gut, dass die Partie noch am Montag aufgearbeitet wurde“, begrüßte Geschäftsführer Oliver Herkelmann die Maßnahme. Schließlich gehe es darum, aus Fehlern zu lernen. Und davon gab es in der Schlussphase genug.

Unorganisiertes Angriffsspiel, überflüssige Ballverluste, zu viele vergebene Freiwürfe, zu wenig Aggressivität in der Abwehr, dies waren nur einige der Defizite, die Ingo Freyer seinen Spielern vor Augen führte. Dass dadurch in den letzten Minuten ein komfortabler 95:82-Vorsprung verspielt wurde, sei auch eine Folge noch fehlender Qualität des Teams und Konstanz im Spiel, wie sie die Topklubs der Liga - zumindest meistens - an den Tag legen. Alba Berlin bewies zuletzt beim blamablen 65:90 in Bayreuth, dass es auch Ausnahmen gibt.

„Wir arbeiten immer daran, unsere Schwächen abzustellen und es ist im Laufe der Saison ja auch schon besser geworden“, sieht Freyer andererseits trotz des Rückschlags zum Jahresabschluss seine Mannschaft generell im Aufwärtstrend. Genau wie Oliver Herkelmann: „Man darf sich durch die bittere Niederlage gegen Bonn die Hinrunde nicht kaputt machen lassen. Wir haben bisher eine gute Serie gespielt.“

Das traf auf Gegner Bonn (Trainer Michael Koch: „Unsere Ambitionen sind immer die Play-offs“) bis zum wichtigen Sieg am Sonntag nicht zu. Dabei mussten die Gäste in Hagen mit dem Handicap fertig werden, dass Marque Blakely fehlte. Der US-Amerikaner, als Ersatz für den ausgemusterten Patrick Ewing jr. verpflichtet, hatte überraschender Weise den Medizincheck nicht bestanden. Folglich wurde der 24-Jährige, der zuletzt beim NBA-Klub Los Angeles Clippers unter Vertrag stand, nach Hause geschickt. Bonn ist wieder auf der Suche.

Bei Phoenix kam Abe Lodwick, den eine alte Fußverletzung schmerzt, zwar zu einem Kurzeinsatz, aber er war beim Laufen spürbar behindert. Björn Schoo (Außenmeniskusanriss) muss nach einer erfolgreich verlaufenen Operation mehrere Wochen pausieren.

Nächstes Heimspiel am 2. Februar

Es wird mehr als vier Wochen dauern, bis sich die Phoenix-Korbjäger in eigener Halle für die Schlappe gegen Bonn rehabilitieren können. Das nächste Heimspiel gegen Bremerhaven findet erst am 2. Februar statt. Bis dahin stehen drei Auswärtsspiele (Samstag, 5. Januar, bei den Artland Dragons, 12. Januar in Gießen, 26. Januar in Bayreuth) an.

Das ursprünglich für den 9. Januar vorgesehene Heimspiel gegen Oldenburg kommt aus Hallenbelegungsgründen nicht zu Stande. Wann gespielt wird, steht immer noch nicht fest. Optionen sind das Pokal-Final-4-Wochenende (23./24. März, aber nur falls Oldenburg den Sprung hierhin nicht schafft) oder ein Mittwoch in den Osterferien.

Rainer Hofeditz

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Silvester-Analyse der Phoenix-Niederlage
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2013-01-01 21:31
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