Selbst verschuldete Doppelschicht

Manchmal besorgt man sich selbst doppelte Arbeit. Durch einen erfolgreichen sportlichen Auftritt zum Beispiel.

Wie berichtet, haben die Fußball-Frauen von Westfalia Hagen in Paderborn ihre Vorrunde zum westfälischen Hallen-Landespokal gewonnen. Die Endrunde, für die das Team des neuen Trainers Wolfgang Degener damit qualifiziert ist, findet am Sonntag, 1. März, ab 10 Uhr in Soest statt. Das erfordert frühes Aufstehen. Aber wo?

Einen Tag vor dem westfälischen Hallen-Championat, am Samstag, 28. Februar, bestreitet das Schlusslicht ein Verbandsliga-Nachholspiel beim SV Bökendorf. Bökendorf liegt im Kreis Höxter und somit im östlichen Ostwestfalen - ziemlich weit weg. Anstoß dort ist um 14.30 Uhr.

Weil man die Punkte in der Liga dringend braucht, wenn man im Kampf um dem Klassenerhalt noch einmal Hoffnung schöpfen will, durch das gute Abschneiden in Paderborn aber auch in der Halle auf den Geschmack gekommen ist, will der Sportliche Leiter Martin Riesner die Reise zu beiden Terminen optimieren. Zum Beispiel dadurch, dass zwischen Punktspiel und Pokalauftritt nicht in Hagen übernachtet wird, sondern irgendwo zwischen Bökendorf und Soest. Nette Städtchen, darunter viele Kurorte, gibt es zwischen Bad Driburg und Bad Sassendorf genug. Und wer weiß, ein Mannschaftsabend in netter Atmosphäre kann ungeahnte Kräfte freisetzen. Das Westfalia-Team könnte so etwas gebrauchen. Rainer Hofeditz