Sebastian Klusak ringt erstmalig für Deutschland

Sebastian Klusak..
Sebastian Klusak..
Foto: WP

Hohenlimburg..  Bereits seit einiger Zeit wird Sebastian Klusak, Ringer des KSV Hohenlimburg, vom Bundestrainer Maik Bullmann beobachtet. Seine starke Leistung bei der deutschen Meisterschaft im April 2015 – dort gewann der die Silbermedaille – brachte ihm nun die Einladung zu einem internationalen Turnier ein.

So startete der 17-Jährige zu seinem ersten, internationalen Einsatz im Trikot des Deutschen Ringer-Bundes. Über Frankfurt ging die Reise ins nördliche Serbien nach Subotica unweit der ungarischen Grenze. Hier findet vom 4. bis zum 9. August 2015 auch die Kadetten-Europameisterschaften im Ringen statt.

In der Gewichtsklasse bis 69 kg gingen im griechisch-römischen Stil insgesamt 15 Athleten aus neun Nationen an den Start. Mit der Losnummer 15 startete Sebastian Klusak gegen Abel Bajkai aus Ungarn. Nach nicht einmal 60 Sekunden beendete Sebastian seinen ersten internationalen Kampf für den Deutschen Ringer-Bund mit einem technisch überlegenen Sieg (8:0) und erwischte damit einen optimalen Start in das Turnier.

In Runde zwei traf Sebastian Klusak dann auf Moric Kismoni (ebenfalls Ungarn), gegen den er mit 2:6 nach Punkten unterlag. Da Moric Kismoni das Finale erreichte und später das Turnier auch gewann, war Sebastian Klusak über die Hoffnungsrunde wieder im Turnier. „Mit meinem ersten Kampf war ich sehr zufrieden, gegen den stärksten Ringer des Turniers stimmte es nicht zu 100 Prozent“, resümierte er.

Wenig technische Ansätze

Den Kampf gegen den Kroaten Mateo Kordric verlor der Hohenlimburger unglücklich mit 0:1. Diese Niederlage bedeutete das Aus und im Endklassement den siebten Platz. Hier haderte der 17-Jährige mit sich selbst. „Ich habe in diesem Kampf zu wenig gemacht. Ich habe zu wenig technische Ansätze versucht“, ärgerte sich Sebastian Klusak. Im Siegfall hätte er beim Turnier noch um die Bronzemedaille ringen können.

Ob Sebastian Klusak den Bundestrainer Maik Bullmann mit seiner Leistung dennoch überzeugt hat und es zur Nominierung für die Europameisterschaft reicht, bleibt abzuwarten.

Eine Woche hat das große Nachwuchstalent des KSV Hohenlimburg noch einen internationalen Lehrgang mit zwei Trainingseinheiten am Tag vor sich, bevor es in den verdienten Urlaub geht.