Schüler aus Wetter rennen bei der speed4-Meisterschaft

Die Schüler der Grundschule Grundschöttel feuern sich gegenseitig an. Schließlich möchte jeder eine schnelle Zeit rennen
Die Schüler der Grundschule Grundschöttel feuern sich gegenseitig an. Schließlich möchte jeder eine schnelle Zeit rennen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In dieser Woche begeben sich die Kinder in drei Grundschule auf einen 15-Meter-Parcour. Dabei werden von den Schülern vier verschiedene Zeiten gemessen.

Wetter..  Wenn die Ampel auf Grün springt, sprinten die Schüler los. Der Hinweg führt vorbei an fünf orange-weißen Hütchen, dann wird gewendet. Auf dem Rückweg rennen die kleinen Sportler aus der ersten und zweiten Klassen der Grundschule Grundschöttel Slalom zwischen den Markierungen her. Etwa 15 Meter misst der Laufparcour. Das Besondere: Lichtschranken messen vier unterschiedliche Zeiten. Die Schüler erhalten so im Ziel einen kleinen, weißen Zettel, auf dem die Reaktions-, Antritts-, Wende- und Rücklaufgeschwindigkeit steht. „Es ist wie wenn Papa geblitzt wird“, sagt ein Schüler.

500 000 Teilnehmer

Seit 2010 reist die speed4-Meisterschaft durch die Grundschulen in Deutschland. Das System hat Wolfgang Alexander Paes entwickelt, der die motorischen und koordinativen Fähigkeiten bei Kindern verbessern möchte. 2013 haben sich bundesweit bereits rund 500 000 Mädchen und Jungen auf die 15-Meter-Strecke begeben. In dieser Woche gastiert die Meisterschaft zum zweiten Mal in Wetter. Mit machen die Grundschulen in Esborn, Grundschöttel und Alt-Wetter.

„Wir wollen den Kindern vor allem Erfolgserlebnisse bescheren “, sagt Motivator Jan, wie er sich selbst nennt. Der Motivator misst an diesem Montag in der Turnhalle in Grundschöttel die Laufzeiten. Drei- bis viermal starten die Kinder. Nach jedem Lauf erhalten sie ihre Zeit, damit sie vergleichen können.

Und tatsächlich feuern sich die Schüler gegenseitig an, zeigen sich ihre Zeit-Zettel, vergleichen die Daten, freuen sich über eine verbesserte Geschwindigkeit. So sagt Carolina: „Es ist toll, dass man so schnell rennen kann und auch Slalom durch die Hütchen durch muss. Jetzt will ich noch schneller werden.“ Und Melih zeigt stolz, dass er seine Zeit von 7,10 Sekunden auf 6,62 verbessert hat.

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, dass wir unsere Schüler motivieren wollen, sportlich zu sein“, erklärt Schulleiterin Silke Lüer. Auch die Lehrer der Grundschule Grundschöttel haben sich zum Test auf den Laufparcour begeben. „Ich kann deswegen aus eigener Erfahrung sagen, dass es Spaß macht“, erklärt Lüer und fügt schmunzelnd hinzu: „Natürlich hat es auch die Schüler gefreut, dass wir mal gerannt sind.“

Für die Schulleiterin ist es vor allem die Technik, die die Kinder fasziniert: „Im Sportunterricht wird auch gerannt, aber es werden nicht direkt vier Zeiten gemessen.“

Das Finale der speed4-Meisterschaft steigt am Samstag, 24. Januar, im Autohaus Lauterbach. Dort treffen sich alle teilnehmenden Grundschulen aus Wetter. Soll bei den Läufen in den Schulen der Wettbewerbsgedanke eher am Rande stehen, werden im Finale dann aber doch die schnellsten Jungen und Mädchen der Klassen eins bis vier ausgezeichnet. Eine Medaille erhält aber jedes Kind.