SC Concordia wohl nicht in die Relegation

Im letzten Stadtderby der Saison drehte der TuS Volmetal (vor dem Netz) gegen Absteiger TV Berchum einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg um.
Im letzten Stadtderby der Saison drehte der TuS Volmetal (vor dem Netz) gegen Absteiger TV Berchum einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg um.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Wenn keine überraschende Wende zum Positiven eintritt, könnte am zurückliegenden Wochenende in doppelter Hinsicht Volleyball-Geschichte geschrieben worden sein: Nicht nur, dass Concordia Hagen die entscheidende Partie um den Landesliga-Klassenerhalt verlor und vermutlich auch wegen urlaubsbedingter Personalprobleme das Relegationsspiel nicht bestreiten wird, mit Alex Rack geht auch noch einer der Protagonisten der Hagener Volleyball-Szene von Bord.

Herren-Landesliga

SC Concordia Hagen – Königsborner SV 0:3 (22:25, 21:25, 23:25). Concordia hatte nach der Niederlage des direkten Konkurrenten Herne-Grumme in der vorausgegangenen Partie alle Trümpfe in der Hand, doch trotz eines guten Auftritts gelang gegen den Verbandsliga-Aufsteiger nur ein Achtungserfolg. „Vor allem Jannis Erlmann und Kai Heinrich haben noch einmal ihre ganze Klasse gezeigt“, lobte Zuspieler Alex Rack seine Nebenmänner. Für ihn könnte es ein doppelt schwerer Abschied gewesen sein, denn Rack machte deutlich, dass dies wohl sein letztes Volleyballspiel gewesen ist. „Nach 33 tollen Jahren in Hagen und Hörde ist es Zeit, für die Jüngeren Platz zu machen“, meinte Rack, wobei ein bisschen Wehmut mitschwang.

TuS Halden-Herbeck – TV Brilon 1:3 (19:25, 16:25 25:15, 18:25). Angesichts des schon feststehenden Abstiegs hielt sich die Enttäuschung beim TuS in Grenzen. Im Gegenteil, der Blick ging bereits wieder nach vorne. „Wir werden komplett zusammen bleiben und im nächsten Jahr wieder angreifen“, sprach Thomas Grunenberg stellvertretend für die Mannschaft. Die hatte abermals ein gutes Spiel gezeigt, vor allem Mario Laurenz, Erik Henning und Markus Bürger über Außen sowie Zuspieler Andreas Lahmer glänzten, aber zu mehr als einem Satzerfolg reichte es abermals nicht.

Herren-Bezirksliga

TuS Volmetal – TV Berchum 3:2 (14:25, 16:25, 25:14, 25:23 15:8). Ohne Michael Korthals, Sebastian Cmok und Jens Helmecke taumelte der TuS lange zwischen Arbeitsverweigerung und Null-Bock und schien richtig etwas auf den Latz zu bekommen. „Doch dann haben wir, warum auch immer, doch gemerkt, dass so zu verlieren doof ist, und haben den Schalter umlegen können“, so Zuspieler Karsten Kost. Plötzlich setzten sich Norbert Krösch, Patrick Dellin und Bodo Klimm immer wieder im Angriff durch und sorgten noch für die Wende.

TV Neheim – TV Hasperbach 3:0. Hasperbach trat wie angekündigt nicht an, die Partie wurde mit 75:0 Ballpunkten für Neheim gewertet.

Damen-Landesliga

TV Hörde – TV Hasperbach 3:0 (25:16, 25:18, 25:20). Unterschiedlicher hätten die Voraussetzungen nicht sein können: Auf der einen Seite eine hochmotivierte Hörder Mannschaft, die mit einem Sieg noch den Relegationsplatz erreichen konnte, auf der anderen der TVH, sicherer Tabellenvierter und angetreten unter der Prämisse, die Spielzeit gut zu verteilen. „Dass der komplette Kader noch einmal die Belohnung für eine tolle Saison bekommt, war wichtiger als ein eventuell möglicher Sieg“, brachte es Trainer Uwe Lungwitz auf den Punkt.