Sanierung soll Geld in die Vereinskasse spülen

Das Vereinsheim des Ruderclub Westfalen Herdecke wird renoviert
Das Vereinsheim des Ruderclub Westfalen Herdecke wird renoviert
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Das Vereinsheim des Ruderclub Westfalen Herdecke soll mit der Bootshalle aufwändig renoviert werden. Die Kosten werden im sechstelligen Bereich veranschlagt.

Herdecke..  Mittlerweile zeigt das Thermometer regelmäßiger zweistellige Werte an. Die Sonne entwickelt mehr Kraft. Mütze und Schal verschwinden im Schrank. Und mit dem aufkommenden Frühling beginnt für die Wassersportler in Wetter und Herdecke die Saison. Doch schon bevor die wichtigen Wettkämpfe starten, steht für den Ruderclub Westfalen fest: Es wird ein aufregender Sommer. Der Verein wird sein altes Bootshaus, das sich direkt neben dem Zweibrücker Hof befindet, sanieren. „Die Kosten liegen deutlich im sechsstelligen Bereich“, erklärt der Vereins-Vorsitzende Thomas Bieber, der von einer großen Herausforderung spricht.

Die Baumaßnahmen sollen ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Ruderclubs sein. „Wenn wir nichts machen, bricht uns die Halle irgendwann zusammen“, so Bieber: „Deswegen sollen von der Sanierung noch zukünftige Generation profitieren.“

Mietwohnungen im Obergeschoss

Der Plan sieht nicht nur vor, das Dach der alten Bootshalle wieder dicht zu bekommen, sondern es sollen auch mehrere Mietwohnungen im Obergeschoss entstehen. „Durch die zukünftigen Einnahmen bleibt der Verein liquide“, sagt Bieber. Außerdem bekommt der Ruderclub für die Sanierungsarbeiten Zuschüsse, da die Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein bezogen werden können. „Der Bau von Sozialwohnungen wird gefördert, dafür müssen wir allerdings noch den Antrag stellen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Die weiteren Kosten kann der Verein mit Hilfe der Stadtsparkasse Herdecke aufbringen, außerdem wird er von Gönnern und Sponsoren unterstützt.

Läuft alles nach Plan, beginnen die Arbeiten spätestens im Juni. „Im Winter sollte dann das Dach fertig sein“, erklärt Bieber. Zusätzlich wird auch die Heizung ausgetauscht, die neue Anlage nutzt dann aktuelle Wärmetechnik. Bieber: „Dadurch sparen wir in Zukunft viel Geld.“

Herausforderung angehen

Bleibt die Frage, wo im Sommer die Boote der Ruderer untergestellt werden sollen? „Wir haben ja noch die neuere Halle, hier werden weiterhin die Ruderboote unserer Leistungssportler gelagert“, sagt Thomas Bieber. Alle anderen schwimmenden Sportgeräte sollen bei befreundeten Vereinen – wie etwa dem Herdecker Kanu-Club – untergestellt werden. „Im Notfall muss halt ein Vereinsmitglied seine Garage räume“, sagt Bieber und macht damit deutlich, dass die Mitglieder des Ruderclubs alle gemeinsam an der Sanierung arbeiten müssen.

Dass die Entscheidung für die Sanierung notwendig ist, daran zweifelt Thomas Bieber nicht: „Wir müssen diese Herausforderung angehen, sonst gab es den Ruderclub mal.“