Ruhrbike-Festival wirft seine Schatten voraus

Vom 21. bis zum 23. August 2015 geht es beim Ruhrbike-Festival durch die Wälder am Harkortberg.
Vom 21. bis zum 23. August 2015 geht es beim Ruhrbike-Festival durch die Wälder am Harkortberg.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Die Mountainbike-Veranstaltung wird größer und professioneller. Knapp sieben Wochen vor dem Start sind die Streckenplanung fast abgeschlossen.

Wetter..  Eine der größten Sportveranstaltungen in Wetter wirft ihre Schatten voraus: Vom 21. bis zum 23. August findet das Ruhrbike-Festival rund um den Harkortberg statt. Die Veranstalter RC Tretlager Wetter und MBC Bochum haben sich einiges einfallen lassen, um das Ruhrbike-Festival noch größer und professioneller zu machen.

So entwickelt sich die Veranstaltung immer mehr zu dem, was schon im Namen steckt: einem echten Festival. Denn in diesem Jahr werden Radsport-Fans an drei Tagen in der Harkortstadt erwartet. „Wir konnten mit dem Hersteller Specialized einen großen Sponsor gewinnen, der schon am Freitag seine Produkte auf einem großen Testgelände präsentiert“, sagt Moritz Widmann, der seit Monaten mit dem Organisationsteam an den Planungen arbeitet.

Verschiedene Streckenwertungen

Der Sponsor sei auf die Veranstalter zugekommen, berichtet er – ein Zeichen für den guten Ruf des Ruhrbike-Festivals in der Mountainbike-Szene. Auf insgesamt 1500 Quadratmetern Testgelände können die professionellen Räder des Herstellers ausprobiert werden, eine seltene Gelegenheit für Hobby-Fahrer.

Am Samstag und Sonntag geht es dann auf verschiedenen Strecken um Podestplätze. Neben der Marathon-Kurzstrecke (30km) und der Langstrecke (50km), die am Samstag um 13 Uhr starten, gibt es am Sonntag beim Cross-Country-Rennen auch eine Wertung für den XCO-NRW-Cup 2015 und den ARAG-MTB-Schüler-Cup 2015. Außerdem gibt es eine Wertung für eine neue Rennserie: Erstmals starten in Wetter auch Fahrer für den Deutschland-Cup. „Wir haben uns beworben und den Zuschlag bekommen“, so Widmann. „Wir hoffen natürlich, damit noch mehr hochklassige Fahrer anzulocken.“

Um den Ansprüchen dieser Fahrer gerecht zu werden, wurde die Strecke an verschiedenen Stellen angepasst. So wurde auf der Wettkampfstrecke für Sonntag ein so genannter „Rock Garden“ eingebaut, eine steinige Passage, die besondere Anforderungen an die Fahrer stellt. „Damit wird die Strecke natürlich anspruchsvoller, rückt aber auch näher in Richtung Bundesliga-Niveau“, so Widmann. Für Fahrer, die sich diesen Streckenabschnitt nicht zutrauen, wird es eine Umleitung geben. „Die ist nicht so anspruchsvoll, zum Ausgleich aber etwas länger“, erklärt Widmann. Es sei nicht einfach, die Balance zwischen einem immer professionelleren Streckenniveau und einem attraktiven Angebot für Hobbyfahrer zu halten. „Aber in den vergangenen Jahren war das Feedback der Teilnehmer vor allem positiv.“

Verkehrschaos vermeiden

Und auch die Anwohner scheinen die Veranstaltung zu unterstützen: „Mich sprechen immer wieder Wetteraner an, die sich schon auf das nächste Festival freuen“, erzählt Widmann. „An dem Wochenende wird die ganze Stadt völlig im Fahrrad-Rausch sein.“ Damit der Ansturm nicht zu Verkehrsproblemen in den engen Straßen am Harkortberg führt, sollen die Teilnehmer in das Gewerbegebiet Schöntal umgeleitet werden. Von dort aus wird dann ein Shuttleservice auf den Berg angeboten. Streng limitiert sind dagegen die Plätze für Sportlerinnen und Sportler, die das ganze Wochenende über bleiben wollen. Widmann: „Wir bekommen immer mehr Anfragen von Leuten, die mit Wohnwagen anreisen wollen. Für die haben wir einige Stellplätze auf dem Sportplatz am Harkortturm“.

Während des gesamten Wochenendes werden über 80 ehrenamtliche Helfer als Streckenposten, bei der Anmeldung und den Versorgungsstellen im Einsatz sein. Die Zusammenarbeit der beiden Ausrichtervereine klappt dabei reibungslos: „Wir haben ein Kernteam von sechs Ehrenamtlichen, die sich um die Organisation und Koordination kümmern. Die Zuständigkeiten sind klar verteilt, aber man hilft auch immer, wo man kann.“ In den kommenden Wochen geht es um Details wie die Zuteilung der Helfer, die noch geregelt werden müssen, bevor im August dann die Radfahrer den Harkortberg stürmen.