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Handball-Drittliga-Relegation

Rücksturz oder Relegationsrunde zwei

31.05.2012 | 23:00 Uhr
Rücksturz oder Relegationsrunde zwei
Sechsmal konnte sich Maciej Dmytruszynski beim 33:29-Sieg im Hinspiel über einen Torerfolg freuen. Der VfL Eintracht hofft, dass das Viertore-Polster in Ulm reicht. Trainer Khalid Khan will auch das Rückspiel gegen Söflingen gewinnen. Foto: Michael KLEINRENSING

Hagen. Rücksturz in die Handball-Oberliga nach 33 Jahren oder Erreichen der zweiten und entscheidenden Relegationsrunde? Diese Frage werden die Drittliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen am Samstag in der Ulmer Kuhberghalle beantworten, wo ab 20 Uhr das Rückspiel gegen die TSG Söflingen ansteht. Aus dem Hinspiel bringen die Schützlinge von Trainer Khalid Khan ein Viertore-Polster mit.

Besser als nichts, aber auch nicht hoch komfortabel. „Wir fahren nach Ulm, um auch dort zu gewinnen“, sagt Khan, aber der Hagener Übungsleiter weiß auch: „Es wird sehr schwer.“ Sieben Siege fuhr die TSG Söflingen in der Rückrunde ein, fünfmal gewann die Truppe von Trainer Gabor Czako dabei mit vier Toren oder mehr. Zu Hause mussten sich die Ulmer nur dem souveränen Meister SG Leutershausen beugen (27:32).

„Eine Leistung wie am Pfingstmontag im Hinspiel wird in Ulm nicht reichen“, davon geht Khalid Khan aus, „wenn wir uns nicht steigern, dann haben wir am Samstag nicht den Hauch einer Chance.“ Viele Kleinigkeiten hätten dazu geführt, dass das Spiel nicht wie gewünscht funktioniert habe, „vielleicht“, so der Eintracht-Coach, „war vor eigenem Publikum auch die mentale Belastung zu groß.“ Immerhin habe es dennoch zum 33:29-Erfolg gereicht. „Vor Monaten wäre die Mannschaft in solch einer Situation zusammengebrochen.“

Aktuell befürchtet Khalid Khan nicht, dass Ähnliches in Ulm passiert. „Wir trainieren ganz normal, die Spieler sind sehr konzentriert“, berichtet er. Ob und wenn ja in welcher Verfassung die zuletzt fehlenden Marc Oberste (Fingerbruch) und Arthur Giela (Schienbeinblessur) morgen wieder zur Verfügung stehen, stand gestern noch nicht fest. Torwart Sebastian Schmidt ist noch auf Hochzeitsreise, so dass Sidney Quick wieder als Alternative zum nachverpflichteten Routinier Marco Stange auf der Bank sitzt.

Beide Keeper werden in der nächsten Saison nicht mehr für den VfL Eintracht auflaufen. Ihren Ausstand wollen sie aber erst nächste Woche nach der zweiten Relegationsrunde geben, in der die HSG Pohlheim auf den Gesamtsieger des Erstrundenduells zwischen Hagen und Söflingen wartet (7. und 9. Juni).

Was noch?

Wenn der VfL Eintracht am Samstag in Ulm gegen Söflingen mit vier Toren Differenz verliert, dann kommt es darauf an, wer auswärts mehr Tore erzielt hat. Bei einer 30:34-Niederlage wäre Hagen weiter, bei einem 28:32 Söflingen. Dreht Söflingen das Ergebnis um und gewinnt seinerseits 33:29, gibt es keine Verländerung, sondern sofort ein Siebenmeterwerfen.

„Wir sind immer in der Lage, 30 Tore zu erzielen“, ist Jens Pfänder, Sportdirektor des VfL Eintracht, guter Dinge, dass die Grüngelben dies auch in Ulm schaffen. Söflingen hat in der Rückrunde in acht von 15 Spielen nicht mehr als 28 Gegentore zugelassen. hof

 

Rainer Hofeditz


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