Rennkanuten beginnen Kampf um Plätze für Olympia 2016

Herdecke..  Es ist soweit. Der offizielle Beginn der Wettkampfsaison 2015 steht für die Rennkanuten an. Zum Auftakt geht es schon traditionsge-mäß nach Duisburger Wedau, wo die erste von zwei Verbandssichtungen ausgetragen wird.

Immer eine Auftaktveranstaltung, bei der schon Spannung in der Luft liegt, gilt es doch für die gesamte nationale Kanu-Elite, erste Weichen für eine erfolgreiche Saison zu stellen. Und die hat es wahrlich in sich, denn beim absoluten Saisonhöhepunkt, der WM in Mailand, geht es nicht nur um WM-Titel- und Medaillen, sondern auch schon um die heiß begehrten „Quotenplätze des Verbandes“ für Olympia 2016.

„Es ist wie jedes Jahr; alle freuen sich, dass es nun nach viel Training endlich losgeht; und alle werden auch etwas nervös“, blickt nicht nur Robert Berger, Herrentrainer am Bundesstützpunkt der KG Essen, dem Wochenende erwartungsvoll entgegen. Insgesamt 26 Aktive schickt die KGE in die Sichtung, darunter auch den Herdecker Kai Spenner, die für Essen startet.

Und auch für ihn ist die Zielsetzung klar – die beiden nationalen Qualifikationen zu überstehen und sich in das Nationalteam zu fahren. Alles, was national Rang und Namen hat, ist an diesem Wochenende dabei. Es wird ein harter Kampf um die Platzierungen.

Gute Vorbereitung

Auch Kai Spenner, für den die beiden letzten WM-Teilnahmen im Viererkajak nicht optimal verliefen, möchte eine gute Grundlage legen für die danach anstehenden Aufgaben. „Ich habe viel trainiert und fühle mich gut vorbereitet. Und ich bin froh, dass es nun endlich in den Wettkampf geht“, ist Spenner gespannt, wie es laufen wird. Er hat mehr trainiert als in den Vorjahren und nun müsse man sehen, wie der Körper darauf regiere und wo man im Vergleich zu den anderen stehe. „Die Trainingslager waren schon gut, aber der Wettkampf ist immer noch mal etwas anderes“, so der Herdecker.

Auch Trainer Berger setzt auf seinen Schützling und bescheinigt ihm eine gute Vorbereitung, „wobei die Stärken sicherlich auf der 1000m-Strecke liegen.“ Auf jeden Fall liegt am Wochenende ein hartes Programm vor Kai Spenner und seinen Mitstreitern. Zunächst stehen am Samstagnachmittag die Vorläufe und Halbfinals über 500m an, bevor es am Abend dann in die 1000m-Vorläufe geht. Am Sonntag dann stehen zunächst die 500m-Finals auf dem Programm, bevor es in den 1000m-Halbfinals erneut richtig zur Sache gehen wird. Die abschließenden Finals über den Kilometer dürften dann einmal mehr ein sportlicher Leckerbissen werden.

„Nach dieser ersten Standortbestimmung kann man sicher schon sagen, wohin die Reise für den ein oder anderen geht. Mal schauen, was dabei herauskommt. Man sollte schon schnell sein, muss aber auch noch Reserven für die Höhepunkte haben“, so Spenner. „Jetzt kann man das zeigen, wofür man bislang trainiert hat. Es wird ein großes und ausgeglichenes Feld aufeinander treffen; da kann man viel erwarten“, hielten sich der Herdecker Kanute wie auch seine Mitstreiter mit weiteren Prognosen zurück.