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Regionalliga wäre das Maximum

17.10.2012 | 18:09 Uhr
Regionalliga wäre das Maximum
Am Boden waren Ralf Klinger und die Hagen Chipmunks in der abgelaufenen Saison häufiger, von 68 Spielen gewannen die vier Mannschaften insgesamt nur 28.Foto: Michael Kleinrensing

Hagen. Die Saison endete ohne Spiel, aufgrund langer Verletztenliste musste die erste Herren-Mannschaft der Hagen Chipmunks ihre finale Partie in Pulheim absagen. Es blieb Playoff-Platz vier in der NRW-Liga, der vierthöchsten Spielklasse. Bälle und Schläger ruhen nun, dafür begeht der Baseball-Klub in diesen Tagen seinen 20. Geburtstag. Ein Trio vom Gründungs-Team ist noch dabei, darunter der Vorsitzende Carsten Pletscher. Mit dem Chef der „Streifenhörnchen“ sprach unsere Zeitung über Klubentwicklung, aktuellen Stand und Perspektiven.

Baseball hat in Deutschland wenig Tradition, ihr Verein dagegen hat sich in nun 20 Jahren etabliert. Wo liegt das Erfolgsgeheimnis?

Carsten Pletscher: Da gibt es zwei Faktoren. Zum einen haben wir den Kursbrink-Sportplatz kontinuierlich zu einem reinen Baseball-Feld ausgebaut. Das bringt uns Mitglieder aus anderen Vereinen. Bei uns wird immer im Herbst und Winter gearbeitet, als nächstes soll das Spielfeld komplett eingezäunt werden. Zum anderen sind bei uns alle Teams untereinander sehr verbunden, in anderen Klubs läuft das mehr nebeneinander her.

Wie ist denn der Status Quo der Chipmunks?

Aktuell haben wir vier Mannschaften und knapp 100 Mitglieder. In den letzten vier Jahren haben wir diese Zahl fast verdreifacht.

Und sportlich?

Diese Saison war nicht so erfolgreich. Erfolgreichstes Team war ganz klar die Jugend um Coach Bruno Fengler, die den dritten Platz in der Landesliga belegt hat. Auf Rang zwei folgt die erste Herrenmannschaft, die schon vor der Saison mit Verletzungen zu kämpfen, was sich während der Spielzeit nicht ändern sollte. So muss man den Einzug in die Play-Offs schon als Erfolg bezeichnen. Die Softball-Damen mussten wegen der Schwangerschaften einiger Stammspielerinnen aus der NRW-Liga zurückziehen und wurden in der Landesliga Vierter. Jetzt sind aber alle wieder an Bord, in der nächsten Saison peilen wir den Wiederaufstieg an. Und die zweite Herrenmannschaft stieg als Schlusslicht ab und wird im nächsten Jahr in der Bezirksliga wieder um den Aufstieg kämpfen müssen.

Der Verein verfügt über eine schöne Baseball-Anlage. Will man perspektivisch in noch höhere Ligen?

Der Platz ist sicher Regionalliga-tauglich. Unser Ziel, das wir in den nächsten zwei Jahren erreichen wollen, ist es auch, in diese dritthöchste Spielklasse aufzusteigen und uns dort zu etablieren. Wir haben guten Nachwuchs und sind jetzt im zweiten Jahr in der NRW-Liga, haben beide Male dort direkt die Play-Offs erreicht. Die Regionalliga wäre aber auch das Maximum, für die 2. Bundesliga würden wir keine Lizenz bekommen - wegen der Spielfeldmaße und fehlender Toiletten, Duschen und Zuschauerränge. Die Spielstätte ist begrenzt, es wäre nicht möglich, den Platz weiter auszubauen.

Sie haben den guten Nachwuchs angesprochen. Wird die Jugendarbeit noch ausgebaut?

In der nächsten Saison starten wir erstmals mit einem T-Ball-Team, unsere Kleinsten sind zwischen 6 und 10 Jahren alt. Da gibt es keine Werfer, es wird ein fest aufliegender Ball geschlagen. Wenn der aber ins Spiel kommt, müssen die Spieler wie bei den Großen zu den Bases laufen und Runs erzielen.

Axel Gaiser



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