Rallye verbindet Auto-Begeisterung mit Reise-Leidenschaft
11.08.2009 | 18:02 Uhr 2009-08-11T18:02:00+0200Seit mehr als 30 Jahren ist der Herdecker Wilfried Kippe Motorsportler mit Leib und Seele.
Viele Jahre sagte er Hermann Wittor aus Witten als Co-Pilot die Rallyestrecke an, später dann Jürgen Hohlheimer aus Wassertrüdingen. Mit diesem war er in den letzten sechs Jahren beim deutschen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft am Start. In diesem Jahr pausiert die WM in unserem Land, die Deutschland-Rallye findet nicht statt. Wilfried Kippe wollte eigentlich kürzer treten. Doch nun hat der Herdecker ein neues Projekt gefunden: die Dresden-Dakar-Banjul-Challenge.
Seit drei Jahren gibt es diese Veranstaltung. Mit Autos älterer Bauart muss von 50 Teams eine 7000 Kilometer lange Strecke über Spanien, Marokko, Westsahara, Mauretanien, den Senegal bis in die Hauptstadt des kleinen Landes Gambia an der afrikanischen Westküste zurückgelegt werden. Mit der Sekundenjagd im Rallyesport hat diese Fahrt weniger zu tun. Es gibt keine strenge Zeitwertung, auch wenn bestimmte Kontrollpunkte zu entsprechenden Terminen angefahren werden müssen.
Aber Wilfried Kippe kann hier seine Auto-Begeisterung mit seiner zweiten großen Leidenschaft - dem Reisen- idealerweise verbinden. Mit seiner Frau war er schon einige Male in Afrika unterwegs und kennt daher den Kontinent von Südafrika über Namibia, Botswana, Mali, Tansania und Kenia schon ein wenig.
Das ganze Abenteuer dient einem guten Zweck, denn am Ende der Fahrt werden die teilnehmenden Autos zugunsten humanitärer Projekte in Gambia öffentlich versteigert. Den Rückflug hat Wilfried Kippe vorsorglich mit seiner Nennung zur Challenge schon einmal gebucht. Ein passendes Fahrzeug hat er noch nicht, dafür konnte er mit seinem Herdecker Nachbarn und Freund Rolf Eversberg schon den Partner für die große Rallye gewinnen.
Bis zum Start der dreiwöchigen Abenteuertour im Februar 2010 ist noch einiges zu tun. Ein langstrecken- und wüstentaugliches Auto muss her, Sponsoren sind natürlich willkommen und die Gespräche mit einer TV-Produktion laufen bereits.
0mitdiskutieren