Quälerei und Spaß auf der Moldau

Pierre Silkenbeumer, KC Hohenlimburg, Kanu
Pierre Silkenbeumer, KC Hohenlimburg, Kanu
Foto: WP

Prag/Hohenlimburg..  Das war schon etwas ganz besonderes für Betreuer Jörg Baier sowie die Athleten Yannick Wytelus und Pierre Silkenbeumer. Die Sportler des Kanu-Clubs Hohenlimburg waren auf einem dreitägigen Trainingslager in der tschechischen Hauptstadt Prag unterwegs.

Bereits am Freitagmittag fuhr der Hohenlimburger Tross mit dem vereinseigenen Bus nach Tschechien, sammelte in Schwerte noch fünf weitere Sportler ein, unter anderem Trainerin, Ex-Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin Kordula Striepecke. Erst am Abend kamen sie in Prag an, suchten nach einem gemeinsamen Essen sofort die Zimmer in der Pension auf.

„In der Unterkunft direkt an der Strecke waren auch noch andere Kanu-Slalom-Sportler aus NRW. Wir waren eine sozusagen zusammengewürfelte Truppe aus Schwerte, Hohenlimburg, Duisburg und Köln“, erzählt Yannick Wytelus, der am Samstag früh aufstehen musste. 40 Minuten Joggen hieß es vor dem Frühstück, danach stand die erste Einheit auf dem Wasser an. „Die hat sehr viel Spaß gemacht, war aufgrund der Kälte aber auch eine Quälerei“, so Yannick Wytelus. Die Hohenlimburger kamen mit der Strecke auf der Moldau sehr gut zurecht. „Ich habe nicht, wie erwartet, ein zwei Einheiten gebraucht, um mich an das sehr starke Wildwasser in Prag zu gewöhnen“, so Yannick Wytelus.

Stabilisationstraining

Anschließend folgte Stabilisationstraining. Das wäre, so Wytelus, nicht sonderlich anstrengend gewesen, aber da die Sportler schon früh am Morgen trainiert hatten, war es doch sehr kräftezehrend. Nach dem Mittagessen folgten dann vier Mal zehn Minuten Grundlagenausdauer. „Die kann man hervorragend auf dem Kanal in Prag fahren. Man kann an fast allen Stellen der Strecke wieder hochfahren und man hat nicht das umständliche Aussteigen, Hochlaufen, Einsteigen und wieder herunterfahren zu bewältigen“, sagt Yannick Wytelus. „Das wäre aufgrund der Kälte nicht so schön gewesen.“ Nach Dehnungs- und Entspannungsübungen fielen die Athleten erschöpft in ihre Betten.

An Tag zwei wiederholte sich das Procedere, der Vormittag fokussierte sich auf technisches Training. „Wir hatten zwei Trainer, die einen Super-Job gemacht haben. Daher hat das Training auch doppelt so viel Spaß gemacht“, war Yannick Wytelus begeistert.

Mit dem Fahrrad durch Prag

Am Nachmittag stand auch ein wenig Sight-Seeing auf dem Programm. Die Hohenlimburger und die anderen Sportlerinnen und Sportler liehen sich Fahrräder und machten damit Prag unsicher. „Das war sehr beeindruckend, mit dem Fahrrad eine Großstadt zu sehen und alles zu besichtigen“, sagt Yannick Wytelus.

Der Montag begann wieder mit einem erfrischenden Joggen. „Bei Sonnenaufgang war das eine tolle Atmosphäre“, so das junge KCH-Talent. Der Tag begann einmal mehr mit Stabilisationstraining. Nach einer kurzen Mittagspause standen noch einmal vier Mal fünf Minuten Ausdauertraining an, ehe die Athleten zum Abschluss in einer spielerischen Einheit durch Wellen und Walzen paddeln durften. „Es wollten noch einige Leute mehr nach Hause. Wir haben die Heimat erst um 1 Uhr morgens erreicht“, so Yannick Wytelus.